Bes. Vorkommnisse: 79. Maschens Trainer wird des Platzes verwiesen nach Beleidigungen und unsportlichem Verhalten.
In Dohren gehen die Lichter aus – Maschen hält Hoffnung am Leben
Nachdem Dohren in der Vorwoche das Derby in Welle mit 3:1 verlor, stand die Truppe von Trainer Willms erneut mit dem Rücken zur Wand. Personell arg gebeutelt durch die Ausfälle von Carstens, Falk, Hassenpflug, Petzold, Berge, Rapsregen, Röske, Tiemann und Frediani, sowie die angeschlagenen Wentzien und Kahnenbley stellte sich die Mannschaft von selbst auf.
Bei schönem Wetter begannen beide Teams verhalten, wobei Dohren anfangs den besseren Zugriff auf die Partie hatte. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware und so sollte es 20 Minuten dauern ehe es zum ersten Aufreger kam. Der Ball gelang auf die Außenposition zu Brunckhorst der eine butterweiche Flanke in den 16er schlug, wo sich Fengler im direkten Duell behauptete und den Ball wunderschön per Kopf über den Keeper ins lange Eck beförderte.
Maschen war nun sichtlich angeknockt und Dohren setzte alles daran das zweite Tor zu erzielen. Reinecker fasste sich ein Herz und hämmerte mit dem schwächeren linken Fuß aus 25 Metern den Ball an die Unterkante der Latte. Einen Augenblick später hatte Fengler das 2:0 auf dem Kopf, doch sein platzierter Kopfball wurde vom Keeper gerade noch so aus dem Eck gewischt.
Was nach einer halben Stunde folgte war dann nicht zu erklären aus Sicht der neutralen Zuschauer. Dohren hörte auf einmal auf Fußball zu spielen und überließ Maschen mehr und mehr die Initiative. Die großen Chancen erspielte sich der Gast nicht, jedoch gelang es auch den Gastgebern kaum noch vernünftige Angriffe vorzutragen, so dass es mit dem Ergebnis in die Pause ging.
Der zweite Durchgang knüpfte nahtlos an den ersten an. Maschen war nun deutlich besser im Spiel und Dohren hatte im Mittelfeld kaum bis gar keinen Zugriff mehr aufs Spiel und ließ die Gegner teils unbehelligt bis zum eigenen 16er agieren.
Was folgte war zwangsläufig: Auf der Außenbahn wurden gleich drei(!) Dohrener ausgespielt und überlaufen, es folgte eine Flanke in die Mitte, wo der Maschener Stürmer völlig unbedrängt einköpfen durfte. Nichtmal eine Zeigerumdrehung später, war das Spiel komplett gedreht. Nach einem Eckball fühlte sich kein Dohrener verantwortlich mit seinem Gegenspieler mitzugehen und so durfte der Gegner erneut völlig frei köpfen. Schmolt bekam zwar noch eine Hand an den Ball, lenkte das Leder aber unglücklich ins eigene Netz.
Dohren machte in der Folgezeit nicht den Eindruck das Spiel noch drehen zu können. Im Gegenteil die gefährlicheren Strafraumszenen hatte der Gast aus Maschen. Einen ersten Distanzschuss konnte Schmolt noch stark über die Latte lenken, als kurz darauf ein zweiter folgte, ließ der Dohrener Keeper den Ball nach vorne abprallen und der Stürmer sagte artig Danke und markierte das 3:1.
Das noch einmal Hoffnung aufkeimte, war einer Standardsituation zu verdanken. Stegmann mit der Freistoßflanke aus dem Halbfeld und Reinecker köpfte aus kurzer Distanz ein. Ob der Ball die Linie komplett überschritten hatte, konnte aus der Ferne nicht gesagt werden. Der Schiri zeigte jedoch zum Mittelpunkt…
Die Dohrener Schlussoffensive wurde zwar engagiert geführt, aber die Chance zum Ausgleich sollte sich nicht mehr bieten und so konnten die Gäste Dank einer deutlich besseren zweiten Hälfte die drei Punkte entführen.