Nachdem es in der Vorwoche in einem turbulenten Spiel am Ende 4:3 für uns ausging, so stehen jetzt die Derbywochen an mit Spielen gegen Hollenstedt und Estetal. Bei regnerischem Wetter musste Trainer Willms auf sein etatmäßiges zentrales Mittelfeld mit Meo und Marcel verzichten. In der Abwehr fehlten weiterhin Martin und Heinzi. Auch der Heidebock musste arbeitsbedingt passen. Immerhin konnte man wieder auf die Dienste von Paddy zurückgreifen und der sollte auch gleich für Furore sorgen.
Denn nach nur zwei Minuten markierte er nach einer Ecke von Thies per Kopf das 1:0. Die Hereingabe wurde aufgekerzt und Paddy setzte sich am ersten Pfosten gegen seinen Bewacher durch und markierte aus kurzer Distanz die Führung.
Eigentlich hätte es für uns nicht besser laufen können, da die Hollenstedter Taktik zu Kontern bereits frühzeitig ad acta gelegt werden konnte. Doch unerklärlicherweise fanden wir bis zur Halbzeit nicht unseren Rhythmus, Hollenstedt agierte mit hart geführten Zweikämpfen und kaufte uns damit den Schneid ab. Die Anweisungen den Ball zirkulieren zu lassen, um genau diese unnötigen Zweikämpfe zu verhindern, befolgten wir leider wenig bis gar nicht.
Hollenstedt kam immer besser ins Spiel und hatte mit Kontern das perfekte Mittel am heutigen Tag. Wie vogelwild agierten wir teilweise und ließen riesige Lücken zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. Nach einer Viertelstunde klingelte es dann bei uns, nachdem wir bereits vorher Glück hatten als „Fleischer“ eine Großchance entschärfen konnte…einen Freistoß von uns aus der eigenen Hälfte wurde abgefangen, der Ball wurd auf die Außenbahn gespielt und schon standen wir Hinten in Unterzahl. Der Ball wurde kurz vor der Grundlinie zurückgepasst und zwischen Elfer und 16er kam der mitgelaufene Spieler zum Abschluss und platzierte den Ball im rechten unteren Eck.
Minuten später dann fast das 2:1 als unsere Abseitsfalle mal wieder nicht klappte und zwei Mann frei durch waren, der Hollenstedter Stürmer sich aber den Luxus leistete zu egoistisch abzuschließen, anstatt den Ball nur quer zu legen wo sein Mitspieler völlig blank war.
Unsere beste Chance hatte Paddy(traf den Ball nicht richtig), sowie ein abgefälschter Schuss der den Keeper zu einer Glanzparade zwang. Hollenstedt hatte die gefährlicheren Angriffe konnte aber erst kurz vor der Pause Kapital daraus schlagen, als der Stürmer bei einem langen Ball nachsetzte und „Fleischer“ zu einem Pressschlag zwang, es passte zum heutigen Tag das der Ball dann bei uns im Tor landete.
Der zweite Durchgang verlief ähnlich, Hollenstedt immer wieder mit brandgefährlichen Kontern während wir uns in den entscheidenden Szenen vorm Strafraum nicht durchsetzen konnten. Die Folge: Das 3:1 für Hollenstedt! Unser Abwehrmann ist eher als der Stürmer dran, aber statt den Ball nach Außen zu schlagen, schießt er ihn mit dem Außenrist aus 16 Metern ins eigene Tor. Unglaublich!
Es keimte nochmal Hoffnung auf, als wir unsererseits einen Konter abschließen konnten durch „Bass“. Der Abschlag wurde von Anton abgefangen und auf die Außenbahn zu André gespielt der eine butterweiche Flanke in den Strafraum schlug, wo „Bass“ per Grätsche vor seinem Gegenspieler den Ball erreichte und auf 3:2 verkürzte.
Wir bekamen langsam Oberwasser verpassten es aber oftmals rechtzeitig den Abschluss zu suchen, so dass Hollenstedt immer ein Bein dazwischen bekam. Die beste Chance hatte Jan aus 16 Metern nachdem Thies durchgelassen hatte. Mit der Seite wollte er den Ball im langen Eck unterbringen, doch hüpfte die Kugel direkt vor ihm auf und sein Schuss flog übers Gehäuse.
Stattdessen kassierten wir das dritte Kontergegentor an diesem Tag. Hollenstedt mit dem Einwurf am eigenen(!) 16er in Richtung Mitte, unser Zentrum völlig blank, Spieler treibt den Ball Richtung Mittellinie, ein simpler Doppelpass mit dem Stürmer und der Mann war frei durch und ließ „Fleischer“ keine Abwehrmöglichkeit.
Die verbliebenen 15 Minuten fehlte uns dann noch der Glaube was zu ändern am Ergebnis. Thies konnte nach Zuspiel von „Bass“ in der Schlussminute noch das 4:3 erzielen, aber es sollte nicht langen, da der Schiri bei kritischen Situationen im 16er gegen uns pfiff, obwohl es einmal Elfer hätte geben müssen.
Fazit: Zwar wieder drei Tore erzielt, aber an der Abwehrarbeit des gesamten Teams muss gearbeitet werden, sonst werden auch die nächsten Partien nicht erfolgreich gestaltet werden können. Im Derby gegen Estetal wird eine Leistungssteigerung von Nöten sein um Erfolg zu haben.