Der Ball rollt wieder! Jetzt endlich auch im Ligabetrieb und dann sogar noch ein Heimspiel zum Auftakt. Der Gegner war der TuS Nenndorf, eine konterstarke und körperlich robuste Truppe.
Mit zwei Neuzugängen in der Startelf, sowie einigen Genesenen ging man ins Spiel. Nichtsdestotrotz fehlten Trainer Bernd Willms mit Paddy, Martin, Heinzi, Tom, „Fleischer“ und Anton gleich zum Auftakt ein halbes Dutzend Stammspieler/Startelfkandidaten.
Bei bestem Wetter gelang uns jedoch ein Start nach Maß. Nach Balleroberung im Mittelfeld gelang der Ball zu Marco der auf der linken Außenbahn unseren Goalgetter Bass auf die Reise schickte. Die aufgerückten Nenndorfer waren unsortiert und der Verteidiger orientierte sich in die Mitte zum mitgelaufenen Thies anstelle Bass anzugreifen. So konnte Bass ungehindert reinziehen und mit all seiner Erfahrung den Ball aus rund zwölf Metern ins lange Eck zirkeln…
Doch die frühe Führung tat uns nicht wirklich gut, wir ließen die Zügel schleifen gerade in den Zweikämpfen und ermöglichten es Nenndorf in die Partie zu finden. Der schnelle Stürmer stellte unsere Abwehr ein ums andere Mal vor Problemen, jedoch konnte der „Heidebock“ als zentraler Mann vieles korrigieren und machte einen sicheren Eindruck. André bekam bei seinem Pflichtspieldebüt im Tor mit zunehmender Zeit aber mehr zu tun als ihm lieb sein konnte. Erst rettete er stark gegen den Stürmer und dann konnte er sogar noch den Nachschuss eines weiteren Nenndorfers in Weltklassemanier parieren. Einige Situationen konnte er durch seine mitspielende Art und Weise klären bevor es brenzlig wurde.
Nach einer halben Stunde leisteten wir jedoch gütige Mithilfe und erlaubten den Nenndorfern einen Doppelschlag innerhalb einer Minute. Da Nenndorf aus dem Spiel nicht vorbei kam an André mussten Standardsituationen herhalten. Nach überflüssigem Ballverlust konnten wir uns nur noch per Foul helfen, der Schuss aus 30 Metern zischte durch unsere löchrige Mauer, André konnte gerade noch so retten, aber während wir wie Ölgötzen staunten, spielte Nenndorf mit und der Abwehrchef zirkelte den Abpraller aus wenigen Metern an den Innenpfosten und von da ins Netz.
Kurz darauf, selbes Spiel nochmal: Ballverlust Mittelfeld, Stürmer wird geschickt, André kommt raus, Stürmer fädelt ein und bekommt den Elfer. 2:1 für Nenndorf!
Unsere größte Chance hatte Thies mit einem Drehschuss nachdem der Ball per Direktpassspiel zu Jan kam und der den Ball querlegte.
Halbzeit und der Trainer fand deutliche Worte zu unserem Auftreten: Gut angefangen, danach pomadig und leblos. In der zweiten Hälfte sollte eine Reaktion folgen.
Nenndorf zog sich zurück und wartete darauf was wir anboten. Wir waren nun lauffreudiger als im ersten Durchgang und so ergaben sich zwangsläufig Freiräume. Bis zum 16er sah das alles gut aus, jedoch kamen wir nur selten wirklich in den Bereich wo es gefährlich wird für den Keeper. Einzig wirklich probates Mittel zu dem Zeitpunkt: Fernschüsse! Und was für welche! Marcel mit drei hervorragenden Versuchen, die jedoch vom Keeper entschärft werden konnten, die nachfolgenden Ecken brachten keine Gefahr. Nenndorf war zu dem Zeitpunkt nur durch Standards gefährlich bei denen wir teilweise unsortiert waren.
Zehn Minuten vor Ende wurden unsere Mühen dann belohnt: Nach einem Einwurf kam Marcel erneut auf Höhe des 16ers an den Ball, ließ seinen Gegenspieler aussteigen und vollendete mit einem satten Schuss ins lange Eck zum umjubelten Ausgleich.
Nun folgte der Schlussspurt beider Teams denen ein Punkt nicht reichte. Erst bekam Nenndorf die Gelegenheit zur Führung, scheiterte aber erneut an André und dann durften wir es auf der Gegenseite besser machen.
Der aufgerückte Jan überlief auf seiner Seite den Abwehrspieler und passte scharf in die Mitte wo Bass den Ball durchließ und Thies sich mit allem was er hatte in den Ball warf und ihn mit dem Knie über die Linie beförderte. Die von Bass angedachte Jubeltraube entwickelte sich zum Eigentor denn statt Thies lag er ganz unten und durfte das Gewicht des Teams ertragen.
Fazit: Ein Last-Minute-Sieg der Gold für die Moral sein könnte und das Team weiter zusammenschweißen wird. Wie bereits im Pokal gelang uns ein Comeback und diesmal mit dem versöhnlicheren Ende für uns. Ein Wermutstropfen an dem Sieg gab es jedoch, Meo musste nach einem Zusammenprall mit dem Keeper ausgewechselt werden. Wir alle hoffen das er sich nicht schlimmer am Fuß/Schienbein verletzt hat und uns schnell wieder zur Verfügung steht. 12
Kommende Woche geht es nun gegen den MTV Egestorf die einen furiosen Start hinlegten und Hollenstedt mit 7:1 wegfidelten, da werden wir 90 Minuten hochkonzentriert agieren müssen um was zählbares mitzunehmen.