Nachdem es in der Vorwoche eine richtige Ramme gab beim Tabellenzweiten aus Fleestedt, kam nun mit dem TSV Heidenau ein nicht schlechterer Gegner ins Dohrener Waldstadion. Personell pfiffen wir wieder aus dem letzten Loch, nachdem „Fleischer“ sich in der Vorwoche den roten Karton abgeholt hat, fehlte nun auch „Bass“ wieder verletzungs – und berufsbedingt. Weiterhin stand Martin nicht zur Verfügung, dazu noch die Langzeitverletzten Heinzi, Thies, David und „Katze“. Den Ausfällen stand nur ein Rückkehrer gegenüber: Tom, der von seiner Übung wieder zurückgekommen ist.
Es gab aber auch eine gute Nachricht: Mit Patrik Strobel konnte man einen Keeper für die kommenden Spiele bzw. Saison verpflichten. Sein voriger aus NRW ließ ihn glücklicherweise sofort ziehen, so dass er schon früher als geplant sein Debüt bei uns geben konnte.
Die Ausrichtung war klar, nach dem Debakel aus der vorigen Woche war das Hauptmerkmal die Defensive. Wir standen sehr tief und wollten uns nicht von Heidenau locken lassen. Selbiges gelang uns auch 30 Minuten lang sehr gut. Heidenau war spielbestimmend und versuchte frühzeitig klare Verhältnisse zu schaffen, Dank einer engagierten Leistung kamen sie aber nur zu zwei Schüssen aus der Distanz die Patrik halten konnte.
Im Umkehrschluss konnten wir uns aber auch nicht wirklich zwingendes herausspielen, da Heidenau äußerst effizient die Räume zustellte und wir uns oftmals nur mit langen Bällen zu helfen wussten. Neben eines Distanzschusses von Paddy konnten wir nur eine weitere gefährliche Szene kreiieren: Paddy spielte geschickt in die Gasse zu Schorse, der aus halbrechter Position im 16er zurücklegte, wo der Heidebock sofort abzog das Tor aber um knapp einen Meter verfehlte.
Unser erster Fehler in der Defensive sollte dann auch wie so oft sofort bestraft werden. Wir ließen uns einmal zu weit rauslocken und machten die Seite für Heidenau frei, die den Ball ins Zentrum brachten wo sich der Stürmer gegen zwei von uns behauptete und mit einem Drehschuss Patrik keine Chance ließ.
Es dauerte nicht lange, da konnte Heidenau auf 2:0 erhöhen. Beim Abstoß standen wir mit sechs(!) Leuten in der gegnerischen Hälfte und es klaffte ein Riesenloch zwischen Abwehr und Mittelfeld. Der Ball kam kurz vor der Mittellinie auf und der Heidenauer konnte unbedrängt den Ball annehmen und schlug einen Diagonalball in den 16er, wo der Stürmer freistehend den Kopfball gegen die Laufrichtung von Patrik setzte. Zwei Abstimmungsfehler nutzte Heidenau zu zwei Toren, dass ist der momentane Unterschied zwischen uns und den Teams die um den Aufstieg mitspielen. Glück hatten wir das Heidenau nicht bereits vor der Pause den Deckel draufmachte, als sich der Flügelspieler durch zwei Abwehrspieler durchkämpfte und den Ball querlegte wo der Stürmer freistehend den Ball gegen die Laufrichtung des Keepers setzte. Nur um Zentimeter verfehlte der Ball das Gehäuse…
Mit dem Ergebnis ging es in die Pause und Trainer Bernd Willms versuchte nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Die Anfangsphase gestaltete sich ausgeglichener, Heidenau war vorerst mit dem Ergebnis zufrieden und uns fehlte es an Mitteln/Wille um Heidenau wirklich zu fordern. Fast hätte es aber doch geklappt den Anschlusstreffer zu erzielen! Diesmal profitierten wir von einem Abstimmungsfehler der Heidenauer: Ein Einwurf auf Höhe Mittellinie konnte Meo(?) abfangen und schlug den Ball sofort in den Lauf von Schorse der von der aufgerückten Abwehr außer Acht gelassen wurde. Den auftrumpfenden Ball schaufelte Schorse mit der Spitze über den herauseilenden Keeper, doch kullerte der Ball ca. einen halben Meter am Kasten vorbei. Effizienter machte es erneut Heidenau…statt den Einwurf nach vorne zu befördern, wurde er in die Mitte geworfen, der Stürmer lief parallel zur 16er-Linie, behauptete sich gegen drei von uns und setzte den Ball mit einem Flachschuss ins linke untere Eck.
Damit war der Deckel nach knapp einer Stunde draufgewesen. Heidenau konnte sich immer wieder über die Außen durchsetzen und verpasste es das Ergebnis hochzuschrauben. Ein fragwürdiger Elfmeter brachte das vierte Tor durch den Heidenauer Kapitän Stegmann und eine über den Span gerutschte Flanke, die wie ein Geschoss oben im Eck einschlug waren der Schlusspunkt einer recht einseitigen Partie. Zu erwähnen ist, dass es trotz Derby sehr fair zwischen beiden Teams zuging
Fazit: Die Luft ist absolut raus bei uns und es wird Zeit für die Sommerpause. Heidenau war anzumerken, dass es für sie noch um was ging, mit viel Einsatz, Wille und dem Selbstbewusstsein eines Tabellenführers ließen sie keine Zweifel aufkommen wer es in diesem Jahr verdient hat als Meister hochzugehen.