Nachdem wir vorige Woche im Derby noch knapp unterlegen waren, kam es am letzten Sonntag zum nächsten Kracher. Auf heimischen Geläuf empfingen wir den Aufsteiger aus Fleestedt, der mit vier Siegen und einer beachtlichen Tordifferenz von 21:2 ins Dohrener Waldstadion anreiste. Trainer Haller musste seine Startelf durch Verletzte, angeschlagene Spieler und Urlaub gleich auf fünf Positionen ändern. Folgende Elf begann bei herbstlichen Wetter:
Cagliani – Reichert, Pniok, Harders(76. M. Ehmcke) – Kahnenbley(76. S. Harders), Brunckhorst, O. Ehmcke(c), Andrysiak – Penderak,Yeboah(68. Schmidt), Laatz
Die Pfeife des Schiedrichters war noch nicht mal ganz verhallt als Dohren bereits die Riesenmöglichkeit hatte auf 1:0 zu stellen. Penderak kam eher an den Ball als sein Gegenspieler und legte das Gerät perfekt in den Lauf von Laatz, der völlig frei vorm Tor auftauchte, dann aber etwas überhastet abschloß. Es sollte für längere Zeit die einzige Offensivaktion Dohrens bleiben. Fleestedt kam nach dem Anfangsschläfchen besser in die Partie und übernahm die Kontrolle, der Ball lief gut durch die Reihen und Dohren musste defensiv richtig ackern. Die erste gute Torchance der Gäste verhinderte Cagliani im Tor mit einer Glanzparade. Nach 20 Minuten musste er dann aber doch den Ball aus dem Netz holen, als nach einem unnötigen Freistoß an der eigenen Eckfahne, Fabi den Ball nicht richtig zu fassen bekam und ein Fleestedter gedankenschneller war als unsere Spieler.
Dohrens einzige weitere nennenswerte Offensivaktion war ein Kopfball von Romeo Yeboah als er nach einer Flanke von Kevin Laatz eher am Leder war, sein Versuch verfehlte aber das Tor. Fleestedt hatte noch ein paar Halbchancen, konnte aber die Führung nicht weiter ausbauen.
In Durchgang zwei ein ähnliches Spiel, Dohren stand defensiv sicher und Fleestedt arbeitete sich an unserer Verteidigung ab. Offensiv wollten die Hausherren mutiger agieren, fanden aber lange Zeit nicht die richtigen Mittel. Nach etwas mehr als einer Stunde bekamen die Mannen von Trainer Haller aber den Ausgleich auf dem Silbertablett serviert. Sven Andrysiak geht mit einem Haken an seinem Gegenspieler vorbei und wird dann gefällt. Ohne einen etatmäßigen Schützen auf dem Feld, übernahm Tom die Verantwortung. Seinen Schuss erahnte der Keeper aber und es blieb bei der knappen Führung für die Gäste.
Für die Schlussphase brachte Stefan Haller dann nach mehrjähriger Verletzungspause René „Renne“ Schmidt in den Sturm, der gelernte Verteidiger sollte mit seiner Physis und Zweikampfstärke die beiden Fleestedter Kanten in der Innenverteidigung fordern, später kamen auch noch die angeschlagenen Silas Harders und Mirco Ehmcke ins Spiel, die unserem Spiel sichtlich gut taten. Fleestedt wechselte ebenfalls mehrfach durch, verloren aber mehr und mehr den Zugriff aufs Spiel.
Die Schlussphase hatte es dann in sich aus Sicht der Hausherren. Eine Flanke von Brunckhorst fand im Zentrum den völlig freien Kapitän Ehmcke, der sogar noch die Zeit bekam sieben Meter vor dem Tor den Ball anzunehmen und überlegt am Keeper vorbeizuschieben. Angepeitscht von den eigenen Zuschauern war es jetzt Fleestedt die sich fast nur noch in der Defensive vorfanden, während die grün-weißen auf das zweite Tor drängten. Erneut war es Brunckhorst der eine maßgeschneiderte Flanke, diesmal in Richtung des zweiten Pfostens, schlug und der eingewechselte Schmidt befördert den Ball mit einer Kopfballharpune in die Maschen. Der verdiente Lohn für Renne nach vielen Wochen harten Trainings!
Die Gäste waren angenockt und Dohren konnte sogar noch einmal nachlegen. Diesmal war es der eingewechselte Silas Harders der eine Flanke von Laatz per Kopf ins Tor beförderte und damit die Vorentscheidung herbeiführte. Schlusspunkt in diesen turbulenten zehn Minuten war eine weitere Glanzparade von Cagliani, der einen abgefälschten Freistoß gerade noch so über das Tor lenken konnte.
Fazit: Verloren wir vergangene Woche noch nachdem der Gegner frische Kräfte von der Bank bringen konnte, war es diesmal andersrum. In einem wahren Kraftakt sorgten die eingewechselten Schmidt und Harders mit ihren Treffern für den Sieg und nach fünf Spielen stehen wir mit acht Punkten aus fünf Spielen auf einem gesicherten Mittelfeldplatz. Kommende Woche geht es zum bisher punktlosen TVV Neu Wulmstorf gegen die wir in der Vergangenheit aber oft unsere Probleme hatten.