Nach dem spielfreien Osterwochenende empfingen wir gestern den Aufstiegskandidaten aus Over-Bullenhausen. Die Männer vom Deich haben sich bereits vor der Saison mit einigen namhaften Spieler aus der Ligamannschaft des TV Meckelfeld verstärkt und gehörten von Beginn an zum Kreis der Aufstiegsfavoriten. Für die Männer aus Dohren ging es darum nach dem zuletzt starken Spiel in Elstorf, den Schwung mitzunehmen und weiter Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
Das es ein schwieriges Unterfangen werden sollte, war von Beginn an klar, da die Personaldecke nicht unbedingt dicker geworden ist über die Feiertage. Mit Nils Behrens, Ole Behrens, Arber Pllana, Philipé Tews, Alex Penderak, Stephen Rhodes, Leonard Kahnenbley und Mirco Ehmcke fehlte erneut eine ganze Batterie an Spielern, zudem plagten sich einige noch mit Verletzungen aus den vorigen Partien rum. Umso erfreulich das mit Benjamin Gaum und Patrick Pniok wieder Spieler im Kader standen, die lange verletzungsbedingt oder berufsbedingt fehlten.
Bei bestem Wetter bekamen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie zu sehen. Die Abwehrreihen beider Teams ließen den Offensivkräften nur wenig Räume zum entfalten. Overs Toptorjäger Hruby war bei Torge Löhden bestens aufgehoben, während Shpejtim Buzuku bei den gegnerischen Verteidigern zumeist einen schweren Stand hatte. Die Gäste kamen offensiv nur zur Geltung wenn sie ihre Gefährlichkeit bei Standards ausspielen konnten. Mit Einwurfflanken und scharf getretenen Eckbällen kamen sie einige Male gefährlich vor das Tor, die größte Chance verpasste Hruby als eine Ecke durch den Strafraum segelte und er am zweiten Pfosten nur um Zentimeter verpasste. Dohren hatte nur eine richtig gute Chance als „Shpe“ sich ein Herz fasste und aus fast 30 Metern das Leder an die Latte nagelte, der Abpraller landete erneut im 16er nur war keiner durchgelaufen um Profit daraus zu schlagen.
Kurz vor der Halbzeit kamen die Gäste vom Deich doch zur etwas überraschenden Führung. Einen weiten Einwurf verlängerte Torge Löhden im Kopfballduell mit Tristan Hruby unglücklich ins lange Eck. Mit dem Ergebnis ging es auch in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann erneut ausgeglichen ohne große Vorteile für eine der beiden Mannschaften. Nach etwas mehr als einer Stunde konnte Over aber dann tatsächlich auf 2:0 erhöhen, die Entstehung war erneut unglücklich aus Sicht der Hausherren, da ein eigentlich harmloser Ball ins Zentrum nicht geklärt werden konnte und der Overaner im Getümmel die Ruhe behielt und Keeper Tiemann überwand. Trainer Haller reagierte umgehend und wechselte mit Thies „Hotte“ Brunckhorst einen weiteren Stürmer ein. Die Maßnahme sollte sofort Früche tragen: Nach einer Standardsituation wurde erst Silas Harders und danach „Shpe“ im 16er zu Fall gebracht und es gab Elfmeter. Da mit Nils „Hüfte“ Behrens der etatmäßige Schütze fehlte, übernahm „Hotte“ die Verantwortung und vollendete zentimetergenau neben dem Pfosten, der Keeper hatte die Ecke geahnt, konnte aber gegen den platzierten Schuss nichts ausrichten.
Die Hausherren versuchten nun alles um den Ausgleich noch zu erzielen, während Over darauf wartete sich die bietenden Freiräume mit einem Konter zu bestrafen. Die Gästedefensive stand sicher und Dohren kam nur noch einmal richtig zum Abschluss. Einen Freistoß aus dem Halbfeld von Armin Aldag fand den Weg zum eingewechselten Benjamin Gaum, dessen Kopfball aus wenigen Metern aber knapp über das Gehäuse flog.
Fazit: In einem umkämpften Spiel ohne große Torszenen konnten die Gäste Dank eines Eigentores und einer Willensleistung im Getümmel zwei Treffer erzielen, während ihre Defensive bis auf wenige Ausnahmen sicher stand und nur einmal „patzte“ als sie einen Elfer verursachten. Beide Parteien waren sich einig, dass ein Remis das gerechtere Ergebnis gewesen wäre, da Dohren gerade in den Zweikämpfen griffiger waren und die Gäste oftmals zu langen Bällen zwangen, die von dem Abwehrverbund um Silas Harders souverän abgefangen werden konnten. Aber das Glück in gewissen Siutationen muss man sich halt auch erarbeiten.
Kommende Woche heißt es nun, die „verlorenen“ Punkte wiederzuholen. Mit dem MTV Hanstedt trifft man auf einen Gegner der sich ebenfalls noch leichte Hoffnungen im Aufstiegskampf macht.