Nachdem es in der Vorwoche die dritte Niederlage in Serie, sowie mit „Katze“ einen weiteren Schwerverletzten zu verzeichnen gab, so ging es dieses Wochenende darum beim Gastspiel in Winsen endlich den Negativtrend zu beenden. Doch waren wir gewarnt denn Winsen wollte sich für die hohe Niederlage aus dem Hinspiel(6:0) revanchieren und personaltechnisch gehen wir bekanntlich immer noch am Stock. Für „Katze“ rückte Bernd nach fast zweijähriger Abwesenheit wieder ins Tor, ansonsten stellte sich die Mannschaft quasi von selbst auf.
Bei bestem Wetter gelang uns ein Start nach Maß. Nach fünf Minuten schlug Meo einen Freistoß vom Mittelkreis in Richtung 16er, wo Tom den Ball ablegte auf René der nicht lang fackelte und volley abzog. Sein Schuss verunglückte, wurde aber zur perfekten Vorlage für den „Heidebock“ der im Zweikampf die Nase vorne behielt und mit letztem Einsatz den Ball am herauseilenden Keeper ins Tor grätschte.
So unglaublich es klingen mag: Es war das erste Mal im Jahre 2011 das wir in einem Spiel das erste Tor markierten.
Trotz des personellen Notstandes boten wir den Winsenern einen tollen Kampf und es kehrte teilweise auch wieder verloren geglaubte Sicherheit zurück. Nichtsdestotrotz war Winsen ein gefährlicher Gegner die mit langen Bällen oftmals unsere Abwehrspieler um Meo zu kraftzehrenden Sprints zwang. Auch bei Standards waren wir das ein oder andere Mal unachtsam, jedoch konnte Winsen kein Kapital daraus schlagen und gingen teilweise fahrlässig mit ihren Chancen um.
Doch auch die Winsener Defensive war alles andere als sattelfest…mehr als einmal unterliefen die Spieler Abschläge von Bernd und ermöglichten uns einen Angriff aufzuziehen, auch wenn Tom einige Male in aussichtsreicher Position vom Schiri wegen angeblichen Abseits zurückgepfiffen wurden. Die besten Chancen waren ein Freistoß von René den der Keeper gerade noch um den Pfosten lenken konnte, sowie Tom nachdem der Ball irgendwie in den 16er zu ihm gelangte, er den Torwart aussteigen ließ, sich dann aber nicht traute aus spitzem Winkel mit links abzuschließen, sondern stattdessen unter Bedrängnis versuchte noch die Flanke zu schlagen, die aber leider keinen Abnehmer fand.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde bekam Winsen die große Chance zum Ausgleich, nachdem unsere Abwehr erneut mit einem weiten Pass ausgehebelt wurde, setzte Meo sich im Zweikampf zu robust ein und fällte seinen Gegenspieler. Glücklicherweise stand etwas vor ihm in zentraler Position ein weiterer zurückgeeilter Spieler von uns, ansonsten hätte Meo auch noch die rote Karte sehen müssen. Der Elfer wurde souverän und ohne Abwehrmöglichkeit für Bernd verwandelt.
Das 1:1 sorgte nicht für einen Bruch bei uns, sondern wir agierten weiterhin feldüberlegen und bekamen nur wenige Minuten später ebenfalls einen Elfer zugesprochen! „Fleischer“ mit der kurzen Ecke zum Strafraumrand wo Jan den Ball bekam, losstürmte und dann vom Winsener im 16er abgeräumt wurde. Paddy nahm sich wie bereits im Spiel gegen Nenndorf den Ball und verwandelte äußerst souverän zum 2:1 was auch den Halbzeitstand bedeutete.
Im zweiten Durchgang wollten wir die sich anbietenden Konterchancen nutzen um möglichst frühzeitig die Vorentscheidung zu erzielen. Jedoch agierten wir gerade zu Beginn viel zu passiv und Winsen hatte bereits in den ersten fünf Minuten nach Wiederanpfiff zwei, drei hochkarätige Chancen(darunter einen Pfostentreffer), weil wir scheinbar mit den Gedanken noch in der Kabine waren. Es dauerte rund 15 Minuten ehe wir besser reinkamen, Auslöser war eine Riesenchance vom „Heidebock“ als Meo nach Balleroberung einen hohen Ball über die Abwehr schlug und Björn im Laufduell die Oberhand behielt und den hohen Ball nach zweimaligem auftropfen über den aus seinem Kasten gelaufenen Keeper lupfte. Gespannt verfolgten wir den Ball der dann aber leider nur auf der Oberkante der Latte aufschlug. Doch danach war es ein offenes Spiel zwischen beiden Teams, Winsen löste zunehmend hinten auf und wir bekamen mehr als nur einmal die Chance den Sack zuzumachen. Aber selbst Überzahlsituationen von 4:2 konnten wir nicht sauber zu Ende spielen, so dass es bis zuletzt Spannend blieb. Aber auch bei uns brannte es öfters mal, so dass auch Bernd einige Male in höchster Not eingreifen musste. Glück hatten wir als unser Spieler im eigenen 16er stolperte und dabei dem gegnerischen Stürmer in die Hacken trat und zu Fall brachte. Den fälligen Elfmeterpfiff gab es nicht…tief durchatmen bei allen Beteiligten!
Mit viel Leidenschaft und Einsatz verteidigten wir den Vorsprung über die Zeit und konnten endlich wieder zählbares mitnehmen. In der nächsten Woche kommt es bereits am Samstag um 16 Uhr zum Derby gegen Welle. Nach dem Sieg gegen Winsen und den gleichzeitigen Punktverlusten der Konkurrenz hinter uns, können wir wieder beruhigter nach hinten schauen.