Nach dem Kantersieg aus der Vorwoche ging es am gestrigen Tag zum Aufsteiger aus Bendestorf. Das Hinspiel haben wir verdientermaßen mit 3:2 verloren, so dass auch hier noch eine Rechnungen offen war.
Personaltechnisch mussten wir wieder einige Ausfälle verkraften, so dass es erneut mit nur einem Auswechsler, bezeichnenderweise wieder einer unserer Torleute, zum Auswärtsspiel ging. Einen großen Dank geht an Jan Hassenpflug, der sich bereit erklärte auszuhelfen und über 90 Minuten zeigte, dass er trotz fast einjähriger Pause seit seinem Rücktritt, nichts verlernt hat und nach wie vor einer der besten Zweikämpfer dieser Liga ist.
Bei sommerlichen Temperaturen ging die Partie sofort in die Vollen. Nach nicht einmal fünf Minuten zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt, Torge Löhden wurde freigespielt und war zentral frei vorm Tor als der letzte Bendestorfer Feldspieler ihn zu Fall brachte. Da der Schiri Elfmeter pfiff, hätte es folgerichtig auch rot geben müssen für Notbremse, unverständlicherweise zeigte der Schiri aber gar keine Karte, so dass Bendestorf mit elf Leuten weitermachen durfte. Passend dazu erweiterte sich unsere lange Liste an verschossenen Elfmetern um einen weiteren Eintrag: Nachdem sich bereits diverse Schützen dieses Jahr vom Punkt versuchten, war es diesmal Armin Aldag, dessen Schuss vom Keeper gehalten wurde.
Trotz dieser ausgelassenen Großchance waren wir auch danach die tonangebende Mannschaft, Bendestorf brauchte lange um sich in die Partie reinzufinden. Die Folge war das 1:0 für die Gäste nach 20 Minuten. Alex Penderak, eigentlich nicht bekannt für seine Torabschlüsse, schnibbelte aus mehr als 20 Metern den Ball punktgenau ans Lattenkreuz, Christoph Peters setzte nach, bekam den Abpraller und beförderte das Spielgerät humorlos mit aller Wucht am Keeper vorbei ins Tor.
Bendestorf schien jetzt aufgewacht zu sein und hätte kurz darauf beinahe den Ausgleich markiert, nachdem von der Außenbahn eine maßgeschneiderte Flanke den Weg auf den Kopf des Stürmers fand, dessen Versuch aber um Zentimeter am Tor vorbeiging. Auf der Gegenseite versuchte sich Thies Brunckhorst mit einem weiteren Distanzschuss, aber auch sein Versuch ging ganz knapp am Tor vorbei.
Bis zur Halbzeit sollte nicht mehr so viel passieren in den gegnerischen Strafräumen, bei den Gästen kam zu oft der letzte Pass nicht an und auch die Hausherren hatten ihre liebe Müh und Not den Ball an der Abwehrreihe um Libero Pniok vorbeizubringen.
In Durchgang zwei sollte sich das Bild dann ändern, hatten wir das Spiel in Halbzeit eins noch weitestgehend im Griff, so ging uns in Durchgang zwei der Zugriff komplett flöten. Die Bälle kamen postwendend zurück und wir hatten viele brenzlige Situationen zu überstehen. Bendestorf erarbeitete sich Standard um Standard und wir hatten große Probleme die zu verteidigen. Leonard Kahnenbley entwickelte sich zum Matchwinner für seine Mitspieler, als er auf der Linie für den bereits geschlagenen Nils Behrens klären konnte.
A. Aldag nach einer Einzelaktion, sowie A. Penderak, der es verpasste aus aussichtsreicher Position abzuschließen waren schon die auffälligsten Offensivaktionen von uns im zweiten Durchgang. Man verteidigte den knappen Vorsprung mit Händen und Zähnen, während die Hausherren immer mehr ins Risiko gingen und höher aufrückten. Eine Minute vor Abpfiff konnten wir dies dann auch endlich zur Freude der mitgereisten Fans ausnutzen. Balleroberung an der Außenbahn, über Oliver Ehmcke gelangt der Ball zu Christoph Peters, der sträflich freigelassen wurde, sich Richtung Tor aufmachte und im richtigen Moment für Thies Brunckhorst querlegte. „Hotte“ nahm das Geschenk an und sorgte für die Vorentscheidung.
Der Wille der Gastgeber war gebrochen, wir hatten danach sogar noch eine weitere gute Chance, letztlich blieb es aber beim glücklichen 2:0. Fazit: Die effektivere Mannschaft hat gewonnen, Bendestorf hat alles probiert, war aber nicht in der Lage den Ball an „Hüfte“ im Tor vorbeizubringen. „Hüfte“ ist damit im Jahr 2018 noch ohne Gegentor und das gegen Teams wie Neu Wulmstorf, Rosengarten und Hanstedt!
Kommendes Wochenende empfangen wir dann den TSV Eintracht Hittfeld bei uns in Dohren. Und die Konkurrenz um den Aufstiegsplatz aus Rosengarten und Holvede wird sicherlich genauestens schauen wie das Spiel ausgehen wird, für „Motivationshilfen“ haben wir jederzeit ein Ohr offen.