Mit dem letzten Aufgebot und am Ende einer handvoll angeschlagenen und verletzten Spieler holen wir einen Punkt in Scharmbeck und lassen doch zwei Zähler liegen.
Nils Behrens, Benedikt Strathmann, Patrick Pniok, Rico Peitzker, Yannick Haller, Mirco Ehmcke, Sven Andrysiak, Fabian Ehrig, Christopher Cohrs, Thies Brunckhorst galt es zu ersetzen. Fast eine komplette Elf die Trainer Haller nicht zur Verfügung stand, so dass auf der Auswechselbank mit Torwarttrainer Jannik Tiemann und Obmann Daniel Ellerbrock zwar die geballte Erfahrung Platz nahmen, aber trotzdem beide die Finger kreuzten das sie nicht zum Einsatz kommen.
Bei sommerlichen Temperaturen fing die Partie pünktlich um 13 Uhr an. Für die Hausherren ging es darum den Abstand zum rettenden Ufer nicht noch weiter wachsen zu lassen, während für uns eigentlich nur die Devise galt: Bloß keine weitere Verletzten.
Nach nicht einmal zehn Minuten erweiterte sich unser Lazarett, denn nach einem Sprint zerrte Leonard Kahnenbley sich den Oberschenkel und konnte nicht wirklich mehr sprinten oder schnell laufen. An der Seitenlinie grübelte man schon wie man am besten umstellen könne, doch „Leo“ macht seinem Namen(lateinisch für „Löwe“) alle Ehre und kämpfte sich durch die Partie. Das war ganz stark und gebührt allergrößten Respekt, ein Teamplayer vor dem Herrn!
Das Spiel an sich war in Durchgang eins relativ arm an Höhepunkten, beide Abwehrreihen standen sicher und auf Seiten der Gäste merkte man das Fehlen einiger etablierter Spieler mehr als deutlich. Die größte Chance hatte Armin Aldag, als er nach einer Flanke aus dem Halbfeld am hinteren Ende des 16ers nahezu unbedrängt an den Ball kam, diesen aber etwas überhastet über das Tor hob.
Die Hausherren versuchten sich ihrerseits über ihren schnellen Außenspieler in eine gute Position zu bringen, letztlich konnten die Situationen meist bereinigt werden ehe es wirklich kritisch wurde. Kurz vor Ende der Halbzeit ließ sich der ansonsten fehlerlose Benjamin Gaum aus dem Zentrum rauslocken und die Absicherung wurde nicht schnell genug von seinen Mitspielern übernommen. Der Ball wurde auf die Außen gespielt, wo der Scharmbecker schneller als sein Gegenspieler war und freie Bahn hatte Angekommen im 16er wurde der Abschluss gesucht, Keeper Hillemann war zwar noch am Ball konnte den Einschlag aber nicht verhindern.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen wir dann die Partie und drängten auf den Ausgleich. Dieser fiel auch relativ zügig, nachdem der Ball von Außen ins Zentrum geschlagen wurde, konnte Oliver Ehmcke den Ball vor Keeper und Gegenspieler abschirmen und weiterleiten zu Armin Aldag der aus 16 Metern in das verwaiste Tor traf. Trotz des warmen Wetters und der angespannten Personallage hatten wir nun Oberwasser und konnten mehrfach Hochkaräter herausspielen, alleine Christoph Peters scheiterte zweimal freistehend am Keeper und auch Oliver Ehmcke kam einige Male nur einen Herzschlag zu spät zum Abschluss. Pech hatten wir zudem mit einigen Abseitsentscheidungen des Unparteiischen, die im Zweifel gegen uns gepfiffen worden sind.
Die Hausherren wechselten neues Personal ein um für Entlastung zu sorgen, nahmen dabei aber ihren stärksten Mann vom Feld. Gut für uns!
Als man sich eigentlich schon mit dem Remis anfreundete, weil wir die Chancen leichtfertig vergaben, war der Ball auf einmal doch im Netz von Scharmbeck. Flanke von der Außenbahn, Tom Leesch mit dem Flugkopfball, der Keeper wehrt ab und das Ball landet klar hinter der Linie ehe der Torwart den Ball rauskratzt. Selbst heimische Zuschauer gaben zu das der Ball hinter der Linie war, einzig der Schiedsrichter auf Höhe des Mittelkreises sah es anders und „krönte“ seine schwache Leistung am heutigen Tage ab. Das Bier und die Shakehands im Anschluss mit den Heimzuschauern hatte er sich wahrlich verdient.
Während der gesamten Partie glänzte er nämlich bereits mit teils hanebüchenen Zweikampfbewertungen auf beiden Seiten. „Ulle“ wird fast das Schienbein durchgetreten und er entscheidet auf Freistoß Scharmbeck, aber auch auf der Gegenseite gab es Zweikämpfe die man anders hätte pfeifen müssen, so dass doch viel Unruhe hereinkam.
Während wir uns also noch über das nicht gegebene Tor echauffierten, war auf einmal Scharmbeck wieder wach und hätte beinahe nach einer Schlussoffensive in der Nachspielzeit die erneute Führung erzielt, nachdem es bei mehreren Ecken lichterloh bei uns brannte und Keeper Hillemann mehr Ballkontakte zu verzeichnen hatte als in den 90 Minuten davor.
Am Ende blieb es aber bei dem Ergebnis was angesichts der Chancen in Durchgang zwei zu wenig für uns war. Kommende Woche empfangen wir dann den VFL Maschen II in Dohren, ein weiteres Kellerkind was um den Klassenerhalt kämpft. Hoffen wir mal das sich die Personallage bis dahin beruhigt.