Endlich hat das Warten ein Ende! Nach mehreren Wochen Knochenmühle oder wie der Trainer es nennt „Vorbereitung“ stand gestern das erste Pflichtspiel des Jahres 2017 an. Es ging zum bis dato ungeschlagenen Tabellenführer TV Meckelfeld II, allerdings sind auch die Mannen von Trainer Haller auswärts noch ungeschlagen in der Saison 2016/2017. Das Hinspiel endete schiedlich friedlich mit 1:1 und es sollte auch gestern eine enge/umkämpfte Partie werden.
Personaltechnisch haben wir weder Zu- noch Abgänge zu verzeichnen, allerdings durften wir nach langer Verletzungspause einen Rückkehrer begrüßen: Zum ersten Mal in der laufenden Saison kam Mirco Ehmcke zu einem Startelfeinsatz. „Hecke“ verletzte sich in der Sommervorbereitung schwer und musste die gesamte Hinserie passen, wie wichtig er für die Truppe ist, zeigte er einmal mehr in diesem Spiel. Im Verbund mit seinem Bruder Oliver Ehmcke und Marcel Frediani ordnete er das Spiel im Mittelfeld, kurbelte immer wieder das Angriffsspiel an und ging keinem Zweikampf aus dem Weg. Die Offensivreihe um Armin Aldag, Alex Penderak, Thies Brunckhorst und Patrick Pniok lief die gegnerischen Verteidiger immer wieder an und zwangen sie die Bälle unkontrolliert nach vorne zu schießen. Die Meckelfelder Stürmer waren aber bei Bene Strathmann und Tom Leesch gut aufgehoben und wenn einer durchkam war entweder bei Moritz Handke oder Nils Behrens im Tor Endstation.
Die Anfangsphase verlief verhältnismäßig ereignislos, keine der beiden Mannschaften wollte ein frühes Gegentor riskieren und man tastete sich erst einmal ab. Nach einer Viertelstunde war diese Phase aber vorbei. Vorne wurden die Verteidiger angelaufen, der Ball landete im Zentrum beim Meckelfelder, der sofort von Marcel Frediani attackiert wurde und den Ball verlor. Fred spielte sofort auf „Hecke“ der auf die verbliebenen beiden Abwehrspieler zulief und im richtigen Moment seinen durchstartenden Bruder Oliver bediente, der alleine in den 16er Richtung Keeper lief. Der mitgelaufene Verteidiger versuchte den Schuss noch zu blockieren, fälschte ihn aber stattdessen unhaltbar für seinen Keeper ab.
Meckelfeld versuchte fortan die Kontrolle übers Spiel zu bekommen, konnte aber nur bei Standardsituationen für Gefahr sorgen. Nach einer Ecke köpfte ein Meckelfelder Spieler freistehend aus wenigen Metern in Richtung Tor, aber Nils Behrens war zur Stelle und entschärfte den Kopfball mit einer schönen Parade. Auch in der Folgezeit waren es immer wieder Ecken und Freistöße, bei denen die Meckelfelder ihre Vorteile bei der Körpergröße gut einzusetzen wussten. Einzig das Zielwasser fehlte bei den diversen Kopfballchancen. Erst zum Ende der Halbzeit kamen die Gäste wieder in Strafraumnähe und hatten gleich zwei 100%ige Chancen um die Führung auszubauen. Erst war es „Hecke“ der im Anschluss an einer Ecke freistehend am zweiten Pfosten zum Abschluss kam und das Aluminium fast aus seinen Angeln hob mit seinem Gewaltschuss. Kurz darauf konnte Oliver Ehmcke bis zur Grundlinie durchbrechen und auf Alex Penderak zurücklegen, dessen Schuss aber in den Armen des Keepers landete.
Direkt danach pfiff der Schiri zur Pause und alle Beteiligten konnten verschnaufen. Unsere Verschnaufpause dauerte allerdings etwas länger als die des Gegners an, denn in den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff waren wir Null im Spiel und Meckelfeld hatte die große Chance zum Ausgleich. Gefühlt 20 Akteure befanden sich in unserem 16er im Clinch um den Ball und es wurde geflippert und gestochert als gäbe es keinen Morgen mehr. Nicht in der Lage den Ball entscheidend zu klären, kullerte das Leder letztlich zum Meckelfelder Stürmer, der aber aus fünf Metern den Ball derartig schwach traf das „Hüfte“ im Tor der Kugel noch entgegengehen musste, da sie ansonsten stehengeblieben wäre.
Nach der Anfangsdruckphase kontrollierten wir die Partie wieder besser und konnten unsererseits Chancen erspielen. Alex mit einem Schuss vom Strafraumrand verpasste nur knapp das Tor und bei ein, zwei weiteren Situationen verfehlte der Querpass vor dem Tor den eigenen Mitspieler. Die größte Chance verwehrte uns der ansonsten souveräne und gute Schiedsrichter als Marcel Frediani im 16er die Beine weggezogen wurden und der fällige Elfmeterpfiff ausblieb.
Meckelfelds größte Chance auf den Ausgleich bereiteten wir selber vor, als wir kurz vorm eigenen 16er den Ball an den Stürmer abgaben und dieser auf unser Tor zulief. Nils Behrens war jedoch auf dem Posten und verhinderte den sicheren Einschlag.
Bis zum Abpfiff warfen sich die Dohrener in jeden Zweikampf und hielten die Gefahr bis auf wenige Situation vom eigenen Tor fern. Mit einem etwas besseren Ausspielen der Konter hätte man das Spiel frühzeitig entscheiden können, so blieb es aber beim nicht unverdienten 1:0-Auswärtssieg.
Kommende Woche empfangen wir im Dohrener Waldstadion dann den direkten Konkurrenten aus Hanstedt. Wir wollen da unsere eher dürftige Heimbilanz ausbessern und hoffen auf zahlreiche Zuschauer.