Nachdem es in den vergangenen beiden Spielen ordentliche Klatschen gab, sollte am gestrigen Tag der Hebel endlich wieder umgelegt werden. Mit großen Personalsorgen sind wir die weite Fahrt nach Over-Bullenhausen angetreten: Ohne Martin Heinz, Mirco Ehmcke, Kevin Laatz, Marcel Frediani, Fabien Zietz und Benedikt Strathmann, dazu kamen einige angeschlagene Spieler. So musste Torhüter René Hillemann heute das Trikot eines Feldspielers überstreifen und kam im Verlauf der Partie sogar noch zum Einsatz als zweiter Stürmer.
Bei nasskaltem Wetter fanden wir einen tiefen Platz vor, es war also klar das heute kein Fußball zelebriert, sondern gearbeitet werden muss. Overs Mittel waren weite Einwürfe und lange Bälle in der Hoffnung ihren schnellen Stürmer zu finden, dieser war aber bei Jan Hassenpflug über große Teile des Spiels bestens aufgehoben. Unsere Offensivaktionen in Durchgang eins ließen sich auch an einer Hand abzählen, das Fehlen eines Knipsers war deutlich zu spüren. Einzig nach Freistößen aus dem Halbfeld von Armin Aldag kamen wir mal gefährlich vors Tor. Es ist also bezeichnend das einer dieser gut getretenen Freistöße vom Keeper nur halbherzig abgewehrt werden konnte und nachdem Alex Penderak im ersten Versuch scheiterte, war es Oliver Ehmcke der den Ball kompromisslos ins Netz drosch.
Leider brachte uns das Tor nicht die erhoffte Ruhe in unser Spiel. Im Gegenteil: Mit zwei krassen Fehlpässen kurz vor der Pause ermöglichten wir es Over zu Chancen zu kommen. Beim ersten Mal blieb Nils „Hüfte“ Behrens Sieger im 1vs1. Beim zweiten, zu kurz geratenen Rückpass, musste „Hüfte“ sich auf den Ball werfen um Schlimmeres zu verhindern. Die Folge waren ein indirekter Freistoß und gelb. Glücklicherweise ließen die Hausherren dieses Geschenk liegen.
Mit Beginn von Durchgang zwei war Over das deutlich aktivere Team und drückte vehement auf den Ausgleich. Die Gäste waren überhaupt nicht präsent in den Zweikämpfen und mussten einige Male tief durchatmen nach Chancen der Overaner, darunter ein Lattenkracher nach Schuss aus der Drehung, sowie eine weitere Glanzparade von „Hüfte“ im Tor verhinderten das Tor. Obwohl man bereits wusste wie weit ein Spieler von Over werfen konnte, ließen wir uns nach knapp 55 Minuten völlig davon düpieren als der Ball fast bis zum zweiten Pfosten flog wo ein Spieler der Hausherren völlig blank nur noch Danke sagen musste.
Trainer Haller reagierte umgehend und brachte frisches Personal für die Offensive in Form von Brunckhorst und Pniok, erst nach der Einwechslung kamen wir wieder besser ins Spiel auch wenn Möglichkeiten Mangelware blieben.
Mit der Einwechslung von René Hillemann 15 Minuten vor Ende kam noch einmal ordentlich Zug vorne hinein und unsere beiden besten Chancen wurden von ihm eingeleitet: Nach einer schönen Ballstafette über Brunckhorst und Pniok war „Hille“ Höhe des 5ers und versuchte den Querpass auf seine mitgelaufenen Kollegen, dieser wurde aber gut vom Keeper abgefangen. Die zweite Chance hatte Thies Brunckhorst als er nach einem gewaltigen Einwurf von „Hille“ den Ball per Kopf verlängerte und dieser nur um Zentimeter am zweiten Pfosten vorbeistrich.
Auf der Gegenseite hatten wir das Glück das „Hüfte“ noch zweimal seine Klasse zeigen konnte und den, etwas glücklichen, Punkt für uns sicherte.
Fazit: Ein Remis das keinem so Recht hilft, aber nach zwei Niederlagen mit acht Gegentoren war es der erste Schritt in die richtige Richtung. Kommende Woche geht es gegen den TSV Hittfeld, ein extrem wichtiges Spiel für beide Teams. Hittfeld will sich aus dem Tabellenkeller befreien und wir müssen verhindern das wir in den Keller hineingezogen werden.