Nachdem wir vorige Woche spielfrei waren, ging es gestern zu Hause ins Derby gegen den TSV Holvede-Halvesbostel. Der Kreisligaabsteiger war eher durchwachsen aus den Startlöchern gekommen und musste zwingend punkten um Abstand zwischen sich und den Teams aus dem Tabellenkeller zu bringen. Die Hausherren wollten ihrerseits weiter Punkte für den Klassenerhalt sammeln, leider musste Trainer Haller dabei wieder auf Mirco Ehmcke verzichten dessen alte Verletzung wieder aufgebrochen ist. Weiterhin fehlte mit Kevin Laatz ein wichtiger Mann für die Offensive, aber nichtsdestotrotz hatte man eine mehr als gute Elf auf dem Feld.
Die Gäste begannen forsch und attackierten frühzeitig die Dohrener Spieler. Die Hausherren fanden überhaupt keinen Zugriff auf die Partie und wurden permanent bei Ballbesitz angelaufen. Die Folge war dann auch der frühe Führungstreffer der Gäste: Nach einem Einwurf drehte sich Holvedes Topstürmer Finn Brunckhorst um seinen Bewacher und haute aus einem extrem spitzen Winkel den Ball ins lange Eck.
Es dauerte rund 20 Minuten ehe Dohren sich auf den Gast eingestellt hatte und langsam die Kontrolle über das Spiel bekam. Die ersten Chancen erarbeiteten wir uns nach Standardsituation: Marcel Frediani setzte seinen Freistoß aus 30 Metern nur Zentimeter über das Lattenkreuz und nach einem weiteren Freistoß von Benedikt Strathmann verfehlte „Fred“ die Flanke nur ganz knapp. Die erste Chance aus dem Spiel heraus entstand nach einer starken Einzelaktion von Thies Brunckhorst, der im 16er gleich mehrere Holveder aussteigen ließ und für Christoph Peters auflegte. Sein Versuch landete aber krachend am rechten Pfosten bevor der Ball geklärt werden konnte.
Die Gäste versuchten schnörkellos nach vorne zu spielen, bekamen aber nicht mehr die Bälle so konsequent auf ihre schnellen Stürmer und Flügelspieler geschlagen, so dass unsere Abwehr meist Herr der Situation blieb. Mit dem Pausenpfiff konnten wir dann den verdienten Ausgleich erzielen. Christoph Peters mit der starken Ecke, „Bene“ Strathmann läuft mit aller Wucht rein und versenkt das Leder knapp neben den zweiten Pfosten.
Damit fing die Partie in Halbzeit zwei wieder bei Null an, aber dieses Mal kamen wir besser ins Spiel und ließen uns nicht wieder überrumpeln. Große Teile der zweiten Halbzeit spielte sich im Mittelfeld ab, kein Team konnte sich anfangs eine große Chance herausspielen und es zeichnete sich immer mehr ab das die Mannschaft als Sieger vom Feld gehen wird, die als erstes das nächste Tor schießt. Leider sollten das nicht wir sein am gestrigen Tage. Kurz vor dem 2:1 der Gäste hatte Dohrens Kapitän Thies Brunckhorst die Riesenchance das Tor zu erzielen, als er nach einer feinen Hereingabe von Christoph Peters fünf Meter vor dem Tor völlig blank war, aber statt des sofortigen Abschlusses den Ball nochmal annahm und vom Verteidiger gestellt wurde. Der abgefälschte Schuss wurde dann stark vom Gästekeeper über das Tor gelenkt. Auf der Gegenseite standen wir nicht so dicht am Flügelstürmer und ließen ihn von der Strafraumkante mit zwei Meter Sicherheitsabstand agieren und durften zusehen wie sein Schuss im langen Eck ohne jede Abwehrmöglichkeit für Nils Behrens einschlug. Den Deckel machten die Holveder vier Minuten später drauf, als der ansonsten stark aufspielende Torge Löhden beim Herauslaufen aus dem 16er seinen kreuzenden Gegenspieler an der Ferse traf und dieser zu Fall kam. Der Elfmeter wurde souverän verwandelt und der Wille der Hausherren war gebrochen. Das kurz darauf nach einer Ecke das 4:1 fiel, sollte nicht weiter ins Gewicht fallen, spiegelte aber den Spielverlauf in keinster Weise wieder.
Fazit: Wie schon gegen Elbdeich mussten wir uns einer effektiveren Mannschaft geschlagen geben, die es verstand aus wenigen Chancen das Maximale herauszuholen, während wir unsere wenigen Hochkaräter leichtfertig liegenließen. Wer sich auf Fussball.de den Spielverlauf ansieht und bei neun gelben Karten an ein rassiges Derby denkt, dem kann ich entgegenwirken. Es war ein sehr faires Spiel mit vielen Zweikämpfen, aber selten wurde so gefoult das man dafür eine gelbe Karte hätte zeigen müssen. Der junge Schiedsrichter brachte sich durch das frühe Zücken der Karten halt schnell unter Zugzwang, so dass am Ende neun Karten gezeigt worden sind, aber nur den wenigsten davon gelbwürdige Fouls vorhergingen.
Kommende Woche geht es gegen den nächsten Kreisligabsteiger mit MTV Ramelsloh, wir wollen dann versuchen uns die Punkte von gestern wieder zu holen.