Gestern kam der Mitaufsteiger VFL Jesteburg II ins Dohrener Waldstadion, im Gepäck hatten die Gäste neben bestem Wetter allerdings auch einen schlechten Saisonstart mit nur einem Punkt aus vier Partien. Die Aufstiegseuphorie war also erstmal weg, während die Hausherren mit elf Punkten aus sechs Partien(darunter Spiele gegen die Aufstiegskandidaten Meckelfeld und Elbdeich) voll im Soll lagen und nun auch zu Hause den ersten Dreier einfahren wollten.
Personaltechnisch hatte Trainer Stefan Haller einige Ausfälle zu verzeichnen, neben Kapitän Thies Brunckhorst, Jan Hassenpflug und René Schmidt fehlten auch noch Fabi Zietz, Leo Kahnenbley und Marcel Frediani. Umso erfreulicher war es das Mirco Ehmcke nach zweimonatiger Verletzungspause erstmals wieder im Kader stand und in den Schlussminuten erstmalig in dieser Saison zum Einsatz kam.
Das Spiel begann mit einer Schock, denn bereits nach fünf Minuten musste Dohren das erste Mal wechseln, als Patrick „Pepe“ Pniok einen Ball derartig unglücklich an die Hand bekam, das er sich zwei Finger ausrenkte und diese vor Ort noch von Sanitätern wieder eingerenkt werden mussten. „Pepe“ wird erstmal für längere Zeit ausfallen, wir wünschen ihm natürlich alle erdenklich gute und eine schnelle Genesung.
Christoph „Piet“ Peters ersetzte „Pepe“ auf dem Feld und trat gleich mit seiner ersten Aktion ins Rampenlicht: Seine gut geschlagene Ecke wurde im Zentrum von Benedikt Strathmann wuchtig per Kopf im Jesteburger Kasten untergebracht. Generell war „Bene“ am gestrigen Tage in der Luft kaum zu überwinden und ging aus fast allen Duellen als Sieger hervor. Doch nicht nur unser Neuzugang aus Heeslingen zeigte eine gute Leistung: Torge Löhden hatte seinen Gegenspieler gut im Griff und Moritz Handke agierte als umsichtiger Libero und Anspielstation, so dass Keeper Hillemann nur selten mal zulangen musste.
Offensiv waren wir äußerst flexibel unterwegs und schafften es uns in regelmäßigen Abständen gute Chancen zu erspielen, einzig die Chancenverwertung war (mal wieder) das große Manko. Der schönste Angriff in Durchgang eins endete mit einem doppelten Pfostentreffer innerhalb weniger Sekunden. Martin Heinz chippte an der Außenlinie den Ball in den Lauf von Kevin Laatz, dieser legte ins Zentrum quer, wo Yannick Haller mit dem Rücken zum Tor nochmal für Christoph Peters ablegte. Dessen Schuss knallte an den linken Pfosten und der Abpraller landete bei Kevin, der am linken Innenpfosten scheiterte und zusehen musste wie der Ball von dort aus wieder raussprang. Das Haare raufen auf der Trainerbank nahm nochmal zu als wenige Minuten später nach einer Flanke von Kevin, Martin am zweiten Pfosten, bedrängt vom Keeper, den Ball nur an den Außenpfosten beförderte.
Wie so oft im Fußball wurde diese zahlreichen geschossenen „Fahrkarten“ vom Gegner bestraft. Abschlag Hille, Sven Röske wird auf Höhe der Mittellinie von Schiedsrichter und zwei Gegenspielern bedrängt und der Ball landet im Gewusel beim Jesteburger der seinen Sturmkollegen sofort auf die Reise schickt. Dieser ging noch zwei Schritte und hämmerte vom linken Strafraumrand humorlos auf die lange Ecke und es stand 1:1 und keiner wusste warum.
Die Hausherren schüttelten sich einmal kräftig und konnten noch vor der Pause wieder in Front gehen. Martin Heinz ließ einen Gegenspieler aussteigen und haut das Spielgerät aus mehr als 20 Metern genau in den Knick.
In Durchgang zwei versuchten die Hausherren das dritte Tor zu erzielen, hatten aber bei weitem nicht mehr so gute Chancen wie noch in Halbzeit eins. Die größte Möglichkeit bekam Martin Heinz, als er bei einem Rückpass richtig spekulierte und eher als der Keeper an den Ball kam und sofort abschloss. Da der Keeper aber bereits unmittelbar vor ihm stand, war keine Lücke zu finden und es blieb beim 2:1.
Jesteburg hatte auch in der zweiten Halbzeit offensiv eher wenig zu melden, waren aber trotzdem jederzeit in der Lage mit einem guten Angriff auszugleichen. So dauerte es bis in die Nachspielzeit hinein ehe die endgültige Entscheidung fiel. Nach einer Ecke vom eingewechselten Mirco Ehmcke, kam der Ball über Umwege zu seinem jüngeren Bruder Oliver, der mit einem satten Schuss aus elf Metern in die Ecke den Deckel auf die Partie machte.
Fazit: Ein hochverdienter Sieg für die Mannen von Stefan Haller, in der kommenden Woche ist man spielfrei und kann der Konkurrenz zuschauen. Dank der Patzer von Elbdeich, sowie dem Unentschieden im Spitzenspiel zwischen Elbmarsch und Meckelfeld, sind wir punktgleich mit den beiden letztgenannten auf Platz eins. Eine schöne Momentaufnahme nach einem Viertel der Saison, aber die Saison ist noch lang und wir haben noch nichts erreicht.
In zwei Wochen erwarten wir dann Holvede-Halvesbostel zum Derby!