Nur noch einen Schritt vom großen Ziel entfernt! Der Aufstieg rückt immer näher und auch der SV Holm-Seppensen konnte den Siegeszug von Stefan Haller und seiner Truppe nicht stoppen. Mit 6:0 behielt man gestern die Oberhand und zeigte angesichts der Umstände(schlechter Platz, inkonsequenter Schiedsrichter, freidrehende Holm-Seppenser) eine äußerst disziplinierte und ansprechende Vorstellung. Aber von Beginn an: Gegenüber dem Bendestorf-Spiel musste Dohrens Trainer auf zwei Positionen umstellen, für Sven Röske rückte Yannick Haller in die Startelf und Moritz Handke ersetzte Kapitän Thies Brunckhorst.
Bei schönem Wetter pfiff der Schiedsrichter die Partie um 13:00 Uhr an, aber was sich in den ersten 15 Minuten auf dem Feld abspielte, war weniger schön. Böse Fouls, Tätlichkeiten, Schläge ins Gesicht, Beleidigungen…man kam sich vor wie bei einem Spiel von Dicle Celle oder Chiwan Walsrode und dabei stand des zu dem Zeitpunkt noch 0:0. Mirco Ehmckes direkter Gegenspieler schaffte es, bis zu seiner Auswechslung nach 16 Minuten, sich gleich dreimal nachdrücklich für eine rote Karte zu bewerben. Erst schlägt er „Hecke“ völlig unkontrolliert auf den Brustkorb, nachdem er bei seinem Flankenversuch in den Boden hackte und meinte es läge ein Foulspiel vor. Der Schiri pfeift und zeigt nur gelb mit der Begründung, er habe das nicht richtig gesehen, weil so viele Leute vor ihm standen. Da fragt man sich schon was er dann mit gelb geahndet hat wenn er es angeblich nicht richtig sehen konnte…
Wenige Minuten später tritt derselbe Akteur „Hecke“ von hinten in die Beine um ihn zu Fall zu bringen, diesmal hinterm Rücken von Schiedsrichter. Holm-Seppensens Trainer machte das einzig richtige und nahm den Spieler vom Platz, dieser bedankte sich auf seine Art und Weise und bezeichnet Mirco beim Rausgehen und direkt vor den Augen des Schiedsrichters als „Schwuchtel“. Reaktion vom Schiri? Keine! Ist vermutlich auch zu viel Aufwand einen separaten Spielbericht zu verfassen wenn man eine rote Karte ausspricht.
Aber auch andere Spieler von uns bekamen ordentlich Zunder. Yannick Haller hatte zum selben Zeitpunkt bereits ein schönes Veilchen, als er Bekanntschaft im Laufduell mit der Hand seines Gegenspielers machte.
Kommen wir nun zum fußballerischen Teil dieser Veranstaltung und der sah ungemein besser aus, denn trotz aller Provokationen blieb man ruhig und zeigte die richtige Reaktion. Alex Penderak treibt nach Balleroberung im Mittelfeld das Leder und spielt genau im richtigen Moment auf den kreuzenden Martin Heinz, der schneller als sein Gegenspieler ist und aus halblinker Position im 16er die wichtige Führung erzielte. Auch die nächste Großchance ging auf das Konto des jungen Dohreners, als er nach einer Flanke von Mirco Ehmcke freistehend zum Kopfball kam, das Spielgerät aber über das Tor setzte. Nach 35 Minuten war es Christoph Peters, der den Abwehrspieler Holm-Seppensens stark unter Druck setzte, ihm den Ball von Fuß spitzelte und ins Zentrum zu Martin Heinz weiterleitete der erneut frei vorm Keeper cool blieb und auf 2:0 erhöhte.
Die Vorentscheidung in dem Spiel kam mit dem Pausenpfiff, als ein langer Ball vom Holm-Seppensener Verteidiger nach hinten geklärt wurde und Martin Heinz im Laufduell Sieger blieb, mit einer „Alles oder nichts“-Grätsche versuchte der Abwehrmann den Einschuss zu verhindern, traf aber nur den Dohrener Stürmer und es gab Strafstoß. Die etatmäßigen Schützen Brunckhorst und Frediani waren nicht auf dem Feld und Stegmann stand zu weit hinten(;-)), so dass Patrick Pniok die Verantwortung übernahm und antrat. Der Keeper ahnte die Ecke, konnte den Schuss aber nicht mehr entscheidend abfälschen. Sofort danach war Pause in dieser turbulenten Halbzeit.
Mit Beginn von Durchgang zwei, waren die Gäste gedanklich noch in der Pause, denn Holm-Seppensen konnte sich unbedrängt bis vor das Tor kombinieren. Glücklicherweise war der bis dahin beschäftigungslose Hillemann hellwach und parierte den Schuss mit einer starken Parade. Kurz darauf kamen dann die Dohrener zur nächsten Großchance, Patrick Pniok erreicht den Ball im 16er kurz vor der Grundlinie, bewegt sich nach Außen weg und wird von hinten mit der eingesprungen Grätsche gelegt. Klare Sache, es gab wieder Elfmeter und die gelbe Karte für den Libero, der sofort zu seinem Trainer signalisierte das er runtermöchte, weil sonst schlimmeres passiert und er für nichts mehr garantieren könne. Tobi Stegmann ließ sich nicht irritieren und verwandelte souverän zum 4:0.
Der Heimtrainer erhörte den Gesuch seines Liberos nicht, also nahm er das Heft selber in die Hand: An der Seitenlinie kam es zum Zweikampf mit „Hecke“(wem auch sonst?) und einer griechisch-römischen Einlage des Liberos. Die Folge war die Ampelkarte. Auch dieses Mal zeigte man die richtige Antwort: Der Freistoß segelte in den 16er, Patrick Pniok legte unter Bedrängnise den Ball zurück und Martin Heinz hämmerte die Kugel mit Mach 3 in den linken oberen Knick.
Bedingt durch die Überzahl hätte man auch noch weitere Tore erzielen können, aber Alex Penderak und Mirco Ehmcke scheiterten jeweils nach tollen Spielzügen am Keeper. Der schönste Moment für Zuschauer, Team und Trainer war dann das 6:0 des eingewechselten Niklas Eggers, der eine lange Leidenszeit hinter sich hatte und wieder ans Team rangekämpft hat. „Hecke“ krönte seine starke Leistung mit einem Sahnepass in den Lauf von Niklas, der frei vorm Keeper die Nerven behielt und das letzte Tor an diesem Tage erzielte.
Kommende Woche haben wir nun den ersten Matchball und können fünf Spieltage vor Ende den Aufstieg perfekt machen. Der SC Vierhöfen wird aber sicherlich nicht die weite Anfahrt in Kauf nehmen, nur um uns zu gratulieren und die Punkte auf dem Silbertablett zu präsentieren.