Pünktlich zu den Osterfeiertagen ging es auch für Dohren um drei Eier, sprich Punkte, gegen den Tabellendritten und Mitabsteiger aus der 1. KK FC Roddau. Es war der dritte Versuch diese Partie zu Ende zu spielen, die anderen beiden Versuche fielen dem Wettergott zum Opfer. Bei bestem Wetter reiste man die 50 Kilometer bis nach Radbruch und fand einen, selbst für Dohrener Verhältnisse, eher schlechten Platz vor mit vielen Unebenheiten. Fußball für Feinschmecker war heute also nicht angesagt. Stefan Haller musste auf seinen Winterneuzugang Moritz Handke verzichten und dafür rückte Yannick Haller in die Startelf. Martin Heinz hatte seine Leistenbeschwerden weitestgehend auskuriert und nahm erstmal auf der Bank Platz. Im Hinspiel agierte Roddau mit einer hohen Viererkette und musste dem Spielstil Tribut zollen, denn in einer Liga in der keine Linienrichter eingesetzt werden, kann man nur schwer auf Abseits spielen. Roddau hat aus dem Fehler gelernt und spielte zwar wieder mit einer Vierkette dieses Mal allerdings deutlich tieferstehend. Die erste Partie war ausgeglichen, Roddau wartete auf Angebote der Gäste um mit Kontern oder Standardsituationen zum Erfolg zu kommen. Der Tabellenführer tat sich schwer die wenigen Räume zu nutzen, schaffte es aber trotzdem einige Male über die Außen gefährlich durchzubrechen. Nach einem Solo von Alex Penderak spielte er auf Höhe des 16ers quer und Patrick Pnioks Schussversuch landete knapp neben das Gehäuse. Wenige Minuten später hatte Mirco Ehmcke die Führung auf dem Fuß, als er nach einer starken Balleroberung von Alex freigespielt wurde und den Keeper aus spitzem Winkel überlupfte. Das Leder wurde allerdings kurz vor der Linie noch geklärt. Die dritte Großchance hatte Dohrens Kapitän Thies Brunckhorst als er ebenfalls frei vorm Keeper noch einmal uneigennützig querlegen wollte, aber Dank eines Platzfehlers, mehr oder weniger nur die Grasnarbe rüberlegte. Roddaus größte Chance war nach einem Eckball als der Gästestürmer aus wenigen Metern knapp über das Gehäuse von René Hillemann köpfte. Mit dem Ergebnis ging es in die Pause und bei einigen Akteuren der Hausherren machten sich bereits Ermüdungserscheinungen bemerkbar. In Durchgang zwei bot sich eine ähnliche Partie: Dohren bemüht aber ohne den richtigen Schlüssel und Roddau verteidigend und auf einen Konter hoffend. Es dauerte knapp eine Stunde ehe dann der Bann gebrochen war und der Tabellenführer das 1:0 erzielte. Sven Röske schlägt den Ball aus dem Halbfeld scharf vors Tor, Christoph Peters enteilt seinem Bewacher und markiert aus kurzer Distanz das vielumjubelte 1:0. Es war ein Dosenöffner denn fortan liefen viele Angriffe der Gäste besser auch wenn das entscheidende Quäntchen noch fehlte. Eine Standardsituation musste also her um die Vorentscheidung zu erzielen: Der eingewechselte Martin Heinz legte sich die Kugel zurecht und haut das Spielgerät über die Mauer ins Eck. Ein herrlicher Treffer und wohl dem, der solche Alternativen auf der Bank hat! Roddaus Kampfgeist war gebrochen und Christoph Peters krönte seine starke Leistung am heutigen Tag mit einem Traumassist als er unter Bedrängnis den Ball mit der Hacke in den Lauf von Mirco Ehmcke spielt. Der Rest war Formsache für den Rückkehrer aus dem Gehege! Mit der sicheren Führung im Rücken ging man nun etwas weniger konsequent in die Zweikämpfe und kassierte als Bestrafung nach einem Freistoß den Anschlusstreffer. Es sollte aber keine Spannung mehr aufkommen und die nächsten drei Punkte waren im Sack. Kommende Woche geht es dann im Heimspiel gegen den SV Bendestorf II darum das Unentschieden aus der Hinrunde vergessen zu machen.