Nachdem man vorige Woche einen „Big Point“ landen konnte mit dem Triumph in Jesteburg musste man gestern die Pflichtaufgabe gegen den TV Meckelfeld III erfüllen. Durch Urlaub und Verletzungen musste Dohrens Trainer gleich auf drei Positionen neues Personal aufbieten und kräftig rotieren: Für Tobias Stegmann kam Moritz Handke zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz von Beginn an und zeigte von der ersten bis zur letzten Minute eine bockstarke Leistung als Libero. Mit guten Timing, sauberen Passspiel und viel Ruhe überzeugte er auf der Libero-Position. Das bisher so treffsichere Duo Martin Heinz und Thies Brunckhorst nahm erstmal auf der Bank platz, da berufliche Verpflichtungen, sowie muskuläre Probleme nur ein eingeschränktes Training erlaubte. Fabian Kurrig und Yannick Haller rückten dafür in die Startelf.
Dohren hatte die Partie im Griff, aber bis auf eine scharfe Hereingabe von Sven Röske, die tief durch den gegnerischen 5er flog, war Torgefahr Mangelware. Selbiges galt allerdings auch für die Gäste, die ihr Heil in der Defensive suchten und mit schnellen Kontern zum Erfolg kommen wollten. Den „Dosenöffner“ in dieser Partie hatte dann erneut Ersatzkapitän Sven Röske am Start, als er einen Abschlag von Hillemann festmachen und Fahrt aufnehmen konnte. Begünstigt durch das Wegrutschen des Meckelfelder Liberos war Röske durch und markierte das 1:0.
Das Spiel plätscherte vor sich hin, Gefahr für das Dohrener Tor entstand eigentlich nur wenn man nach eigenem(!!!) Freistoß am gegnerischen 16er fast ausgekontert wurde. Ob nun gechippte Mondbälle, Field-Goal-Versuche oder der Klassiker „in den Boden treten“, es wurde allerlei komisches geboten wenn die Hausherren zum Standard antraten, während sich Dohrens Trainer Haller am liebsten noch drei weitere Zigaretten zur Beruhigung angezündet hätte.
Erst in den letzten Minuten kam nochmal Gefahr für das Meckelfelder Tor auf als erst Christoph Peters aus Nahdistanz am Keeper scheiterte und Patrick Pnioks Schussversuch nach starker Vorarbeit von Mirco Ehmcke nicht platziert genug war.
Durchgang zwei knüpfte nahtlos an den ersten Durchgang an, der Gastgeber überlegen, aber ohne große Chancen. Der erste vernünftig vorgetragene Angriff nach einer Stunde fand dann auch gleich den Weg ins Tor der Gäste. Nach einer schönen Ballstafette über mehrere Stationen setzte sich Dohrens Schönster, Mirco Ehmcke, im Zentrum durch und erzielte im zweiten Versuch das erlösende 2:0.
Mit frischem Personal in Form von Martin Heinz und Björn Carstens wollte man frühzeitig den Deckel auf diese Partie machen und es sah sehr gut aus: Nur 15 Minuten nach seiner Einwechslung veredelte Martin per Kopf die starke Vorlage von Yannick Haller(ebenfalls per Kopf) zum 3:0. Vorausgegangen war der (gefühlt) erste vernünftig ausgeführte Freistoß des SV Dohren. Der Namen des Schützen soll nicht vorenthalten werden: Es war Herr Ehmcke!
Meckelfeld kam aber nochmal ran! Nach einem individuellen Fehler unseres Verteidigers, befand sich der Gästespieler frei vor Hillemann und verkürzte auf 3:1. Der Treffer zeigte Wirkung, denn bis zum Spielende bekam der Tabellenführer kaum noch Zugriff auf das Spiel und viele Bälle wurden unsauber gespielt. Meckelfeld konnte das aber (glücklicherweise) nicht bestrafen und mit dem Schlusspfiff war es dann dem eingewechselten Björn „Heidebock“ Carstens überlassen das 4:1 zu erzielen, als er einen Pass von Mirco Ehmcke mit links am Keeper vorbeischob.
Fazit: Ein umkämpfter Sieg, aber Dank der Punkteteilung von Jesteburg und Roddau wächst unser Vorsprung auf Rang drei nun auf beachtliche 15 Punkte. Kommende Woche geht es zum Derby nach Este, in der Hinrunde konnte man ein bereits verloren geglaubtes Spiel mit dem Schlusspfiff von 1:3 auf 4:3 noch umbiegen.