Nach dem witterungsbedingten Abbruch vorige Woche beim FC Roddau ging es gestern nochmal auf heimischen Geläuf zur Sache. Das Nachholspiel gegen den SV Holm-Seppensen stand auf dem Spielplan und nebenbei ging es auch noch um die Herbstmeisterschaft und das Überwintern auf Platz eins. Dementsprechend erfreut war man das es nicht schneite, sondern „nur“ regnete und der Platz zwar tief, aber bespielbar war.
Gegenüber der Vorwoche gab es nur eine Änderung: Marcel Frediani rückte in die Startformation für den beruflich verhinderten Fabian Kurrig. Die Marschroute war klar, drei Punkte und nichts anderes war das Ziel. In der Anfangsphase konnte man sich auch einige durchaus brauchbare Chancen erspielen, aber Kopfbälle gehören wahrlich nicht zu den Paradedisziplin der Hausherren, denn selbige landeten ohne großen Druck zentral auf den Keeper. Auch die Abschlüsse mit dem Fuß ließen etwas zu wünschen übrig und brachten den Gästekeeper nicht groß ins Schwitzen. Holm-Seppensen wartet auf Fehler in der Vorwärtsbewegung und versuchte dann oftmals den Freiraum im defensiven Mittelfeldzentrum für ihre Angriffe zu nutzen, bis auf eine Situation(Abschluss ging knapp am langen Pfosten vorbei) war der Abwehrverbund um Marcel Frediani, Tom Leesch und Jan Hassenpflug aber Herr der Lage. Nach 20 Minuten ebbten die Offensivbemühungen der Hausherren weitestgehend ab und es entwickelte sich ein Kampf im Mittelfeld um jeden Zentimeter. Da aus dem Spiel heraus nicht viel passierte, musste eine Standardsituation her. Martin Heinz wurde kurz vorm Strafraumrand per Foul gestoppt, Frediani nahm sich das Leder und hämmerte es humorlos ins Torwarteck. Die Führung hielt bis zum Pausenpfiff auch wenn Thies Brunckhorst noch die große Chance hatte auf 2:0 zu erhöhen: Die Flanke von der rechten Seite versprang ihm leicht bei der Ballannahme und Dohrens Kapitän kam nur noch mit der Fußspitze vorm Keeper ran. Der Ball kullerte durch die Hosenträger des Torwarts und Martin Heinz setzte nach und schob zum vermeintlichen 2:0 ein. Laut Schiri stand Dohrens Youngster beim „Abspiel“ von Brunckhorst im Abseits, so dass der Treffer nicht zählte.
Die Gäste wechselten zur Pause zweimal um neuen Schwung ins Spiel zu bringen, es waren aber die Hausherren die besser aus der Kabine kamen. Zum erlösenden 2:0 musste aber erneut eine Standardsituation herhalten: Martin Heinz brachte den Ball aus dem Halbfeld auf den zweiten Pfosten, das Leder klatschte an das Aluminium und den Abpraller drückte Mirco Ehmcke aus kürzester Distanz über die Linie.
Es war der Startschuss für eine starke Schlussoffensive mit weiteren hochkarätigen Möglichkeiten für die Hausherren, Mirco Ehmcke und Christoph Peters verpassten aber knapp das 3:0. Mit zunehmender Dauer ließen die Kräfte bei den Gästen nach, während Dohren noch Luft hatte. Nachdem man die Abwehrspieler unter Druck setzte, konnte sich Sven Röske den Ball schnappen und in Richtung Tor ziehen. Aus elf Metern schob er dann souverän ins lange Eck ein, glücklicherweise, denn im Zentrum stand mit „Hecke“ ein weiterer Mitspieler sträflich frei und hätte nur noch ins leere Tor schieben müssen. Sieben Minuten später durfte Sven Röske dann nach ähnlichem Schema seinen zweiten Treffer bejubeln, als er beim ersten Versuch noch am gut reagierenden Keeper scheiterte, den Abpraller aber im Tor unterbrachte.
Der Schlusspunkt war dem erneut starken Mirco Ehmcke vorbehalten, der sich auf rechts bis zur Grundlinie durchtankte und den Ball ins Zentrum gab, wo sich Martin Heinz um seinen Gegenspieler drehte und flach ins Toreck abschloss.
Am Ende stand ein weiterer Kantersieg auf dem Tableau, allerdings mussten die Hausherren besonders in Durchgang eins hart dafür kämpfen.
Kurzes Fazit der Hinrunde: 11 Siege, 1 Unentschieden und 1 Niederlage bei einem Torverhältnis von 52:16 sprechen eine deutliche Sprache. Seit dem 28.08. ist man ungeschlagen und seit dem 27.09. sogar ohne einen Punktverlust von Sieg zu Sieg geeilt und der verdiente Lohn für diese überragende Leistung ist die Herbstmeisterschaft und das Überwintern auf Tabellenrang 1. Stefan Haller hat es geschafft die Neuzugänge im Sommer perfekt in die Mannschaft zu integrieren und schaffte eine Truppe, die mit Willen, Einsatz, Fleiß und das Nutzen des vorhandenen Talentes diese starke Serie spielen konnte.
2016 wird man weiter so hart und konsequent arbeiten müssen wie in der Hinrunde um das große Ziel im Sommer zu erreichen.
Ein großes Dankeschön an unsere Fans die selbst bei schlechtestem Wetter den Weg nach Dohren oder in die Ferne fanden und uns anfeuerten.