Im letzten Hinrundenspiel(ein Nachholspiel noch ausstehend) empfingen wir am gestrigen Tag den TuS Fleestedt II auf heimischer Anlage. Man wollte den starken Lauf aus sechs Siegen in Serie fortsetzen und nahm sich entsprechend viel vor.
Der Wettergott meinte es an dem Wochenende nicht sonderlich gut mit allen Anhängern des Ballsportes in freier Natur, denn Wind und Regen verwandelten die meisten Anlagen eher in einen Sumpf, aber nicht den Dohrener Sportplatz. Für Freunde des zweideutigen Humors: Man kann von unserem Platz halten was man will, aber schlucken kann er(Wasser natürlich!). Nichtsdestotrotz waren die äußeren Bedingungen nicht gerade ideal, denn Wind, Regen und der tiefe, nasse Platz waren unberechenbar. Zudem hatte Trainer Haller einige angeschlagene(Frediani, Stegmann, Ehmcke, Schmidt) oder fehlende Spieler(Parsch, Zietz, Eggers, Dannreuther, Piotrowski, Tiemann), aber trotz alledem befand sich eine starke Truppe auf dem Feld.
Das Spiel fing mit leichten Feldvorteilen für die Hausherren an. Sven Röske und Martin Heinz kamen in abschlussnähe, ansonsten waren Chancen trotz eines guten Spiels eher Mangelware. Fleestedt versteckte sich nicht und konnte besonders nach Ballverlusten schnell umschalten und die neuformierte Abwehrreihe um Gaum, Hassenpflug und Leesch auf die Probe stellen. Es dauerte rund 20 Minuten bis zum ersten Aufreger der Partie, ein Freistoß aus dem Halbfeld wird von Patrick Pniok scharf auf den zweiten Pfosten gebracht, Kapitän Thies Brunckhorst verpasst im Zentrum und das Leder knallt an den Innenpfosten und von da in die Arme des Keepers. Wenig später hatten dann auch die Gäste ihre erste Großchance, als wir den Ball in der Vorwärtsbewegung verlieren und die Flanke von der Grundlinie nicht verhindern konnten. Im Zentrum stand der Stürmer ungedeckt, setzte das Spielgerät aber aus sechs Metern deutlich über das Tor.
30 Minuten waren gespielt als Brunckhorst ein starkes Solo von Mirco Ehmcke zur Führung veredelte. „Hecke“ tankte sich bis zur Grundlinie durch und flankte scharf vors Tor, wo Thies den Ball per Grätsche über die Linie bugsierte. Es war das erste Mal seit fünf Spielen das jemand anderes als Martin Heinz das erste Tor für Dohren erzielte. Doch Fleestedt hatte den Ausgleich auf dem Fuß als erneut nach einem Ballverlust die Seiten offen waren und am zweiten Pfosten aus knapp elf Metern der Gästespieler zum Abschluss kam. Benjamin Gaum klärte auf der Torlinie für seinen geschlagenen Keeper Hillemann.
Kurz vor der Pause konnte Dohren die Führung ausbauen wenn auch auf kuriose Art und Weise. Einen langen Ball pflückte Martin Heinz runter, enteilte seinem Bewacher und schloss ab, der Keeper fälschte ab und der mitgelaufene Abwehrspieler konnte die Kugel kurz vor der Linie stoppen. Statt den Ball rauszuschlagen, warf sich der Schlussmann dann aber auf das Spielgerät und es gab indirekten Freistoß für Dohren von der 5-Meter-Linie. Martin hämmerte das Spielgerät rauf und der Ball rutschte durch die versammelte Fleestedter Mannschaft ins Netz. Die Führung ging in Ordnung, da man letztlich seine Großchancen im Gegensatz zu den Gästen nutzte.
War Durchgang eins noch relativ ausgeglichen, so ging es in der zweiten Halbzeit fast nur noch in eine Richtung. Wie in den Vorwochen steigerte man sich nach Wiederanpfiff deutlich und erspielte sich Torchance um Torchance. Nach fünf Minuten wurde Martin Heinz im 16er von den Beinen geholt und es gab Elfmeter. Brunckhorst übernahm die Verantwortung, rutschte aber ein wenig weg und das Leder leistet nun dem Ball von Sergio Ramos im Weltall Gesellschaft.
Bis zum 3:0 in der 70. durch Patrick „Pepe“ Pniok und der damit verbundenen Vorentscheidung vollbrachten die Hausherren das Kunststück eine Reihe Hochkaräter zu vergeben. Thies Brunckhorst per Kopf nach perfekter Flanke von Sven Röske und Martin Heinz nach starker Einzelleistung mit einem Schuss über die Querlatte hätten das Ergebnis noch ausbauen können wenn nicht sogar müssen. Trotz der Überlegenheit musste ein sauber ausgespielter Konter für die Vorentscheidung herhalten: Hassenpflug mit der starken Balleroberung in der eigenen Hälfte, Ehmcke spielt den Diagonalpass, der Manndecker lässt den Ball halb unter den Fuß rutschen, so dass Martin zentral 40 Meter vor dem Tor in Ballbesitz kam. Der Youngster spielte im richtigen Moment in den Lauf des mitgesprinteten „Pepe“ und dieser netzte aus 14 Metern flach ins linke untere Eck ein. Zehn Minuten vor dem Ende markierte Martin dann den Endstand zum 4:0 mit einem sehenswerten Distanzschuss aus knapp 30 Metern. Der Keeper war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern.
Fazit: Ein verdienter Sieg, der auf Grund der zweiten Halbzeit fast noch zu niedrig ausfiel. Fleestedt konnte nur 45 Minuten lang richtig gut mithalten und verpasste es in der Zeit ein Tor zu erzielen. Bei noch einem Nachholspiel ausstehend, hat man nun alle Chancen noch die Herbstmeisterschaft einzufahren. Bis es soweit ist, muss allerdings erst einmal das erste Rückrundenspiel absolviert werden. Es geht zum FC Roddau, die ebenfalls einen Lauf haben und sich bis auf Rang drei vorschieben konnten. Zudem werden sie darauf brennen die hohe Hinspielniederlage(5:0) wettzumachen, es wartet also erneut ein heißer Ritt für uns.