Nach der mehr als unnötigen Niederlage vergangene Woche gegen Rosengarten, begrüßten wir an diesem Wochenende den Tabellenführer aus Jesteburg, die mit neun Punkten aus drei Partien, sowie einem Torverhältnis von 17:3 in die Serie gestartet sind. Gegenüber der Vorwoche konnte Trainer Haller wieder auf Mirco Ehmcke und René Hillemann zurückgreifen, die auch gleich in die Startelf reinrotiert wurden. Bei wechselhaftem Wetter wollten die Dohrener eine Reaktion auf die Vorwoche zeigen. Die Anfangsphase bestand aus viel Mittelfeldgeplänkel und die erste Großchance der Partie hatten die Gäste. Nach einem Ballverlust kurz vorm eigenen 16er wurde der Stürmer sofort freigespielt und scheiterte freistehend am stark haltenden Tiemann. Besser machten es die Hausherren: Nach einem langen Ball setzte Martin Heinz den Keeper unter Druck, der den Ball ins Seitenaus beförderte. Heinz reagierte sofort, führte den Einwurf schnell aus und fand am ersten Pfosten den völlig freistehenden Patrick Pniok, der am 5-Meter-Eck den Ball bekam und ins kurze Eck beförderte. Ein perfekter Start nach 15 Minuten für die Hausherren, die auch in der Folgezeit deutlich besser im Spiel waren und die Gefahr weit vom eigenen Tor fernhielt. Ein Fernschuss von „Pepe“ Pniok hätte beinahe das 2:0 bedeutet, als sich die Jesteburger erneut bei einem Einwurf im Tiefschlaf befanden und unser Neuzugang frei aus 20 Metern schießen durfte. Eine Parade des Keepers verhinderte das zweite Tor. Nach einer halben Stunde spielte Dohren dann einen schulbuchmäßigen Angriff über drei Stationen: Abschlag Jesteburg, Parsch kommt entgegen und beförderte den Ball per Kopf genau auf Brunckhorst, dieser drehte sich und lupfte im genau richtigen Moment in den Lauf von Heinz und dieser ließ sich nicht lange bitten im 1vs1. Dohren hatte die Partie im Griff, musste aber aus dem Nichts den Anschlusstreffer kassieren, als man auf Außen in Überzahl ausgespielt wurde und der scharfe Flankenball ins Zentrum an allen Verteidigern vorbeiflog und am zweiten Pfosten einen dankbaren Jesteburger Abnehmer fand. Durch den Treffer änderte sich die Gemengenlage komplett, auf einmal waren es die Gäste die Tempo und Takt vorgaben, während es auf Dohrener Seite zu immer mehr kleinen Fehlern kam. Nichtsdestotrotz rettete man das Ergebnis in die Pause. Mit dem zweiten Durchgang änderte sich das Bild nicht, Jesteburg nun deutlich besser im Spiel und Dohren mit großen Problemen, auch wenn es auf Gästeseite nicht wirklich zählbares an Chancen gab, so kontrollierten sie doch die Partie. Umso überraschender dann als Dohren nach rund 20 Minuten mit seiner ersten Offensivaktion auf 3:1 erhöhen konnte. Pniok kam im Mittelfeld an den Ball, zieht in Richtung Tor und versucht sein Glück mit einem weiteren Fernschuss. Und dieses Mal passte der Ball, wenn auch mit gütiger Mithilfe des Keepers. Hatten sich alle auf eine vermeintlich ruhige Schlussphase eingestellt, so wurde es von nun an richtig turbulent. Denn nicht mal zwei Zeigerumdrehungen später, zeigte der Schiri auf den Punkt als Hillemann den Ball angeblich an die Hand bekommen haben sollte. Nicht mal auf Jesteburger Seite war man sich sicher, ob der Ball an die Hand ging. Jesteburg nutzte das Geschenk und verkürzte auf 3:2. Die Folgezeit hatte relativ wenig mit Fußball zu tun, es wurden viele giftige Zweikämpfe geführt von beiden Seiten, Tätlichkeiten blieben ungeahndet(obwohl der Schiri freie Sicht hatte und das Spiel unterbrochen war), am Boden liegende Spieler wurden absichtlich mit dem Ball abgeworfen, das Jesteburg nur einen Spieler wegen wiederholten Foulspiels verlor, grenzte an ein Wunder bzw. der Mildtätigkeit des Schiedsrichters. Jesteburg hatte nur eine große Chance zum Ausgleich nach einer Standardsituation, aber der Kopfball flog über das Gebälk. Als dann nach 95 Minuten das Spiel beendet wurde, war die Erleichterung auf Seiten der Hausherren deutlich spürbar, konnte man doch den Kontakt zu Jesteburg halten. Kommende Woche geht es nun um 11:15 in Meckelfeld gegen die dritte Mannschaft.