Nach einer künstlerischen Pause wird es ab der Rückserie wieder die Berichte zu den Spielen geben. Es war viel los in den vergangenen Wochen und Monaten, Trainerwechsel, personelle Zu- und Abgänge und eine über weite Strecken mehr als dürftige Hinserie.
Doch mit Beginn des Jahres 2015 gelang uns auf dem Trainermarkt ein Coup indem man mit Stefan Haller einen erfahrenen und bekannten Mann engagieren konnte, der der fast toten Mannschaft neues Leben einhauchen konnte. Es wurde in den vergangenen fünf Wochen hart gearbeitet und alle haben an einem Strang gezogen um das Ziel Klassenerhalt zu verwirklichen. Mit Benjamin Gaum konnte ein erfahrener Kreisligaspieler verpflichtet werden, der uns im Laufe der Rückrunde noch viel Freude bereiten wird und mit dem frisch zugezogenen Hannes Parsch, einem Bezirksligaspieler aus dem Raum Rostock, bekommt man eine weitere Alternative im Mittelfeld. Mit Niklas Berge und Fabien-Leon Zietz stehen berufsbedingt allerdings zwei Spieler erstmal nicht zur Verfügung. Passend zur Aufbruchstimmung gab es von der Firma Becker Tours einen neuen Satz Trikots, ein aktuelles Mannschaftsfoto, sowie Porträtfotos werden nachgereicht.
Kommen wir zum sportlichen: Am 01. März 2015 hieß der Gegner MTV Ramelsloh. Tabellenführer, beste Defensive der Liga und im Winter im Offensivbereich nochmals verstärkt, unter anderem mit einem Bezirksligastürmer vom TSV Auetal. Gleich zu Beginn eine echte Bewährungsaufgabe, zumal mit Frediani, Gaum und Schmidt gleich drei Stammspieler fehlten. Aber keiner sagte im Vorfelde ja das es einfach werden würde…
Bei mehr als durchwachsenem Wetter sollte das Augenmerk vorerst auf der Defensive liegen und man wollte abwarten was der Tabellenführer anzubieten hat. Jedoch bot sich nach einem Freistoß aus dem Halbfeld die erste gute Chance für die Hausherren als Leesch den Kopfball nur knapp vorbeisetzte. Die Klasse vom Tabellenführer blitzte dann kurze Zeit später auf: Nach einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung schaltete Ramelsloh blitzschnell um, spielte den Ball in die Schnittstelle und der Stürmer behielt frei vor Keeper Tiemann die Nerven und schob zum 1:0 nach zehn Minuten ein. Kein Start nach Maß, aber man ließ die Köpfe nicht hängen und hielt an dem Matchplan fest. Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie, Ramelsloh war die ballsichere Mannschaft, Dohren überzeugte mit Einsatz und Wille und zwang die Gäste vermehrt zu langen Bällen, die bis auf wenige Ausnahmen von der Abwehrkette Kahnenbley, Kleinknecht und Hillemann abgefangen werden konnten.
Kurz vor der Pause hatten beide Teams noch eine hochkarätige Chance: Erst wurde Röske von Penderak auf links freigespielt und verpasste mit seinem Lupfer nur denkbar knapp, ehe auf der Gegenseite, quasi mit dem Pausenpfiff, Ramelsloh nach einem missglückten Befreiungsschlag die Chance auf das 2:0 hatte, der Stürmer aber über das Gehäuse zielte.
In der zweiten Halbzeit agierte Dohren, aufgrund des Spielstandes, mit zunehmender Dauer mutiger. Es brauchte aber eine Standardsituation um den Ausgleich zu erzielen. Röske war auf links durch und wurde kurz vorm 16er gelegt, den fälligen Freistoß kurz vor der Grundlinie trat Brunckhorst scharf in Richtung ersten Pfosten, wo der eingelaufene Penderak den Ball elegant ins lange Eck verlängerte. Das Momentum war auf Seiten der Hausherren und Jan Hassenpflug fasste sich kurz darauf ein Herz und zog aus 25 Metern einfach mal ab, der Ball flatterte und schlug, ohne Abwehrmöglichkeit für den Keeper, im linken Eck ein.
Ramelsloh reagierte, wechselte neue Offensivkräfte ein und packte die Brechstange aus. Es entwickelte sich eine Abwehrschlacht, in der Jannik Tiemann zweimal grandios seine Mannen vor dem Ausgleich bewahrte. Erst kratzte er einen abgefälschten Freistoß gerade noch so von der Linie und kurz darauf blieb er im 1vs1-Sieger. Für unsere schnellen Offensiven boten sich nun vermehrt Freiräume, aber der letzte Pass wollte nicht gelingen. In der 89. Minute konnte Ramelsloh doch noch den Ausgleich erzielen, als Dohren nach einem Befreiungsschlag nicht schnell genug rausrückte und die Abseitsfalle aufgehoben wurde. Dieses Mal blieb der Ramelsloher Sieger gegen Jannik Tiemann.
Beide wollten den „Dreier“ und Brunckhorst war drauf und dran das Dohrener Waldstadion in ein Tollhaus zu verwandeln, als er mit dem Schlusspfiff in bester Robben-Manier von Außen nach Innen zog und den Ball ans Lattenkreuz zirkelte.
Fazit: Ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf, man war drauf und dran dem Tabellenführer mehr als nur ein Bein zu stellen. Es gilt nun in den kommenden Wochen diese Leistung zu bestätigen, bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem MTV Hanstedt eine weitere starke Truppe, aber mit einer ähnlich couragierten Leistung kann man auch da zählbares mitnehmen.