Nach zwei Spielen im Pokal ging es nun auch in der Liga los. Mit dem Kreisligaabsteiger TV Meckelfeld II sollte gleich ein echter Gradmesser ins Dohrener Waldstadion kommen. Bis auf Niklas Berge hatte Heimtrainer Sven Rapregen alle Mann zur Verfügung und konnte dementsprechend eine starke Elf aufstellen, aber alle Vorsätze und Hoffnungen wurden bereits früh einer harten Probe unterzogen.
Bereits nach drei Minuten kassierten die Hausherren das 1:0, als man zentral vorm Strafraum mit drei Mann den ballführenden Angriff und dieser nur seinen freien Nebenmann anspielen musste und der frei vor Keeper Tiemann auftauchte und souverän abschloss. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Vorbereitung und Pflichtspiele der Dohrener, das man den Spielbeginn verpennt und einem frühen Rückstand hinterherlaufen muss.
Zu allem Überfluss musste bereits nach sieben Minuten der fußballerische Kopf der Truppe Marcel Frediani mit gesundheitlichen Problemen ausgewechselt werden und nachdem nur fünf Minuten mit Verteidiger Fabian Zietz ein weiterer Spieler gesundheitlich bedingt runtermusste, war von Optimismus nicht mehr viel zu spüren.
Es dauerte seine Zeit bis man sich fing und erste Annäherungsversuche an das Meckelfelder Tor wagte, Meckelfeld ging hart in die Zweikämpfe wie besonders Brunckhorst und Hassenpflug schmerzhaft erfahren mussten. Den vielen Balleroberungen auf Dohrener Seite standen wenigstens genausoviele leichte Fehlpässe gegenüber. Durch Brunckhorst, Penderak und Hillemann hatte man auf Seiten der Hausherren aber gleich drei gute Einschussgelegenheiten, die aber jeweils knapp am langen Eck vorbeiflogen. Auf der anderen Seite musste Jannik Tiemann nur selten eingreifen, so dass es mit dem 1:0 für die Gäste in die Pause ging.
Für den zweiten Durchgang hatte man sich auf Dohrener Seite vor allen Dingen eines vorgenommen: Mehr Ruhe am Ball. Den nicht unverdienten Ausgleich brachte dann aber eine Standardsituation als Tobias Stegmann vom rechten Strafraumrand alles in den Schuss legte und ein Meckelfelder den Ball für seinen Keeper noch unhaltbar abfälschte.
Die Freude sollte aber nicht lange anhalten, denn nur zwei Minuten lief man wieder einem Rückstand hinterher. Ein verpatztes Dribbling des Dohrener Verteidigers kurz hinter der Mittellinie und ein Spurt des Meckelfelders bis zu unserem Fünfer konnte gerade noch zur Ecke geklärt werden. Die Ecke wurde halbherzig geklärt und als der Schussversuch aus 20 Metern noch abgefälscht wurde und der aufgerückte Innenverteidiger nur noch reingrätschen musste, stand es 1:2 aus Sicht der Hausherren.
Offensivaktionen waren auf Seiten des Gastgebers Mangelware, der entscheidende Pass wollte nicht gelingen, einzig ein Distanzschuss von Hillemann sorgte für Torgefahr. Auf der Gegenseite ließen wir uns erneut düpieren, als man es dem Meckelfelder erst erlaubte den Ball kurz vorm Fünfer über den Verteidiger zu heben und dann auch noch über unseren Keeper ins lange Eck. Es war die Vorentscheidung und Meckelfeld hätte noch weitere Tore erzielen können, spielten ihre Konter aber unsauber zu Ende. Hoffnung beim Heimteam keimte nochmal auf, als Carstens im 16er unfair vom Ball getrennt wurde und Brunckhorst souverän den fälligen Elfer verwandelte.
Die große Schlussoffensive sollte aber nicht mehr zünden und bis auf einen Kopfball von Libero Schmidt nach einer Ecke brachten die Hausherren keine gefährliche Situation mehr zustande.
Fazit: Eine unnötige Niederlage zum Auftakt, aber die Gäste erwiesen sich als die ballsichere Truppe und ging nicht unverdient mit dem Sieg vom Feld. Nächstes Spiel wird dann in Ramelsloh sein, die Aufgaben werden nicht leichter.