Heute gibt es wieder einen Spielbericht, nachdem wir gegen Holvede nicht antreten konnten aus Personalmangel und mir nach dem Neu Wulmstorf-Spiel ein wenig die Motivation fehlte das gesehene aufs Papier zu bringen.
Kurze Zusammenfassung: Bestes Auswärtsspiel des Jahres 2014, Thies mit vier Hochkarätern, gute Abwehrarbeit. Ein Sieg war mehr als nur drin…
Nun aber zum aktuellen Spiel: Bei hochsommerlichen Wetter kamen die bereits abgestiegenen Jesteburger ins Dohrener Waldstadion, da es auch für die Heimmannschaft nur noch um die „goldene Ananas“ geht, war den meisten klar das es nur ein Sommerkick werden würde. Nichtsdestotrotz wollten wir das letzte Heimspiel erfolgreich gestalten, personaltechnisch musste Trainer Rapregen ganz tief in die Trickkiste greifen. Mit Toptorjäger Brunckhorst, Hassenpflug, Schmidt, Reinecker, Zietz und Carstens fehlten gleich ein halbes Dutzend an etablierten Spielern. Großen Dank an die kurzfristig eingesprungenen Schmolt, Hostmann, Busse, Mumm und Klaus Berge.
Das Spiel begann gemächlich, bei Dohren fehlten die Automatismen durch die hohe Anzahl an fehlender Spieler, aber auch Jesteburg gelang es nicht wirklich dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Es dauerte 20 Minuten ehe man den Torschrei auf Seiten der Hausherren auf den Lippen hatte, aber Spielertrainer Rapregen brachte es fertig den Ball aus einem Meter noch an die Unterkante der Latte zu befördern, nachdem ihm ein verunglückter Schussversuch von Niklas Berge direkt vor die Füße fiel.
In der Folgezeit bekamen Dohrens Mittelfeldspieler gerade im Zentrum viele Freiräume. Platz den Frediani mit einem schönen Pass auf Rapregen nach einer halben Stunde zu nutzen wusste. Aus stark abseitsverdächtiger Position war Dohrens Trainer durch und bekam den Ball im zweiten Versuch im Tor unter. Nur Augenblicke später wurde das Spiel mit 10vs10 fortgesetzt, nachdem sich Dohrens Berge und Jesteburgs Rückert beide zu einer Tätlichkeit vor den Augen des Schiedsrichters hinreißen ließen.
Bis zum Pausenpfiff passierte nicht viel und mit der knappen Führung wurden die zweiten 45 Minuten angepfiffen. Erster Schockmoment auf Dohrener Seite als Tom Leesch nach einem Zweikampf mit den Armen auf dem Rasen abstützen wollte und sich dabei einen Teil des Unterarmes auf einem scharfen Gegenstand aufschlitzte bis aufs Fleisch. Es ging nicht mehr weiter für ihn, da die Wunde umgehend genäht werden musste.
Nach einer Stunde konnte Rapregen mit einem Doppelpack innerhalb weniger Minuten den Sack zumachen, die sehenswerten Vorlagen lieferten Marcel Frediani und Alex Penderak mit herrlichen Solos und einem uneigennützigen Querpass.
Es folgten weitere Wechsel, aber keine Tore mehr obwohl es beste Chancen gab: Rapregen und Röske vergaben mehrfach aus bester Position, einen Schuss von Frediani fischte Keeper Hänel aus dem Eck. Jesteburg hatte ebenfalls zwei Hochkaräter, schafften es aber ebenfalls aus naher Distanz das Spielgerät über den Querbalken zu befördern.
Das es nicht beim 3:0 blieb, war der Tatsache zu verdanken, dass alle Dohrener scheinbar noch ein Tor machen wollten und den Abwehrverbund im Stich ließen. Mit dem Schlusspfiff flog Perlowskis Schuss durch die Beine von einem Dohrener und landete punktgenau im langen Eck, keine Chance für Hillemann.
Kuriosum: Das 3:1 gegen Jesteburg war der erste Sieg Dohrens ohne das Torjäger Brunckhorst in der Torschützenliste stand. Traf Brunckhorst nicht, gab es auch nie drei Punkte für den Aufsteiger.