Nachdem man in der Vorwoche den bereits sicher geglaubten Dreier noch leichtfertig abgegeben hat, mussten die Mannen von Trainer Rapregen diese Woche die weite Tour nach Winsen auf sich nehmen. Gegenüber der Vorwoche rutschten Tobi Stegmann und Kai Kleinknecht wieder in die Startelf für Patrick Reinecker und Leonard Kahnenbley.
Bei gutem Fussballwetter und einem Teppich von Rasen wollten die Gäste nun auch auswärts mal an die spielerisch starken Auftritte anknüpfen. Es sollte aber anders kommen. In den kompletten 90 Minuten fanden die Dohrener nicht zu ihrem Spiel. Unzählige schlampige Abspiele, Unkonzentriertheiten en Masse machten es den Gastgebern leicht die Angriffe zu unterbinden. Winsen hielt mit läuferischem Einsatz dagegen und wartete nur auf Fehler der Gäste und die kamen nicht zu knapp. Die ersten Schussversuche landeten noch knapp neben das Tor von Keeper Hillemann oder waren zu unplatziert um Dohrens Nr. 1 richtig zu fordern. Aber die Gastgeber näherten sich an. Kurz vor der Pause wäre es dann fast soweit gewesen, als Winsen einen astreinen Konter setzte und der Außenspieler seinen Bewachern enteilte und den Ball auch an Hillemann vorbeilegte nur um dann mit ansehen zu müssen wie das Leder um Zentimeter am langen Pfosten vorbeikullerte.
Dohrens Offensivabteilung hatte nur durch einen Distanzschuss von Frediani einen halbwegs vernünftigen Abschluss.
In der zweiten Halbzeit wollte man seitens der Gäste so ziemlich alles besser machen und setzte dabei auf die nachlassenden Kräfte der Hausherren. Nach einem schönen Zuspiel in die Spitze von Hassenpflug legte Carstens den Ball am Keeper vorbei, verpasste es dann aber sich zu belohnen und haute das Spielgerät nur ans Außennetz. Wenig später war es Röske, der nach einem schön vorgetragenen Angriff über die rechte Seite von Kleinknecht bedient wurde und aus elf Metern am Keeper scheiterte.
In der Defensive stand man zwar weiterhin nur selten eng am Mann, aber Winsen kam nicht in Abschlussnähe oder Keeper Hillemann antizipierte gut und fing die Bälle ab.
In den Schlussminuten kam dann doch noch einmal Hektik auf. Erst war es Frediani, der im 16er zwei Leute aussteigen ließ, ehe sein Schussversuch vom dritten Winsener geblockt wurde und im direkten Gegenzug hebelt Winsen mit einer schnellen Passstafette über die rechte Seite die Gästeabwehr aus und konnte bis zur Grundlinie durchbrechen. Der Ball wurde zurückgelegt, einmal quer weitergegeben und der eingewechselte Traore erzielte die 1:0-Führung. Dohrens Abwehrspieler standen bei diesem Angriff von A bis Z, wie in weiten Teilen des Spieles, viel zu weit weg von ihren Gegenspielern.
Fazit: Ein typisches 0:0-Spiel, dass am Ende durch einen Lucky-Punch entschieden wurde. Dohren mit der schwächsten Leistung bisher in der Rückrunde und dem endgültigen Abschied aus dem Aufstiegsrennen.