Nachdem man in der Vorwoche einen überzeugenden 3:1-Sieg gegen Nenndorf feiern konnte, wollte man diese Woche bei Holm-Seppensen nachlegen. Ein schwieriges Unterfangen, da mit Patrick Reinecker, Tobias Stegmann, Patrick Schmolt, René Schmidt, Niklas Berge und Johannes Petzold gleich ein halbes Dutzend Leute fehlte. Bei bestem Wetter sollten, auf dem doch recht holprigen und mit Steinen übersäten Platz dennoch drei Punkte mit nach Dohren genommen werden.
Das Spiel begann denkbar schlecht, Holm-Seppensen begann bissig und setzte die Gäste früh unter Druck und nach einer Fehlerkette ging man nach wenigen Minuten nicht unverdient in Führung: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld schickte man den Kapitän ins 1vs1 gegen Keeper Hillemann, Dohrens Schlussmann blieb Sieger beim Pressschlag, allerdings landete der Ball erneut beim HoSe-Spieler, der dann keine Mühe mehr hatte das Leder im Netz unterzubringen.
In der Folgezeit kamen die Gäste besser ins Spiel, gefühlte 80% Ballbesitz und ein konsequentes Anlaufen auf das Tor der Gastgeber ohne dabei aber wirklich gefährlich zum Abschluss zu kommen. HoSe warf sich mit allem was sie hatten in die Zweikämpfe und der Schiri ließ sehr viel, teils zu viel, laufen. Nachdem Brunckhorst einen Ball von Hassenpflug elegant durchließ, konnte Röske seine Geschwindigkeit ausspielen und überlief die Abwehr, jagte dann aber das Spielgerät aus halblinker Ecke über das Gehäuse.
Es blieb bei dem Spielstand bis zur Pause und mit Leonard Kahnenbley für Thies Brunckhorst musste man notgedrungen seinen letzten Einwechselspieler bereits frühzeitig auf den Platz schicken. Zum Glück erklärte sich Timo Hassenpflug kurzfristig bereit auszuhelfen für den Fall der Fälle.
Die zweite Halbzeit begann genau wie die erste: Mit einem Nackenschlag für die Gäste! Zweite gefährliche Aktion der Gastgeber und es steht 2:0 und keiner weiß warum. Eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld findet vor dem Tor mit dem Abwehrchef der Hausherren einen dankbaren Abnehmer.
Wenn Dohren aber etwas auszeichnet, dann die Comebackqualitäten im Jahr 2014. Man blieb weiterhin die spielbestimmende Mannschaft und ließ Ball und Gegner laufen, ohne aber wirklich in Abschlussnähe zu kommen. Nach einer Stunde wurden erst Sven Rapregen und dann auch noch Marcel Frediani jeweils ein klarer Elfmeter verwehrt und somit die Chance zu verkürzen. 20 Minuten vor Ende war dann der Bann endlich gebrochen, nach einem starken Zusammenspiel auf der rechten Außenbahn gelangte der Ball zentral zu Björn Carstens, dessen Schuss vom Keeper zwar abgewehrt werden konnte, aber beim Nachschuss von Sven Röske machtlos war. Dohren setzte alles auf eine Karte und auch HoSe bekam nun Chancen per Konter den Sack zuzumachen, spielten diese aber nicht ordentlich zu Ende oder wurden von Dohrens Verteidigern frühzeitig gestellt. Nachdem man Frediani einmal mehr alle Freiheiten im Mittelfeld überließ, schlug dieser einen Pass auf die Außenbahn, der Abwehrspieler mit dem Luftloch und auf einmal hatte man die 2vs1-Situation: Kleinknecht behielt die Übersicht und spielte quer zu Sven Rapregen, der aus elf Metern keine Probleme hatte das 2:2 zu erzielen.
Bei noch 15 ausstehenden Minuten war nun alles offen für beide Teams. Dohren hatte noch zweimal durch Rapregen die große Chance das Spiel endgültig zu drehen. Scheiterte aber einmal am Keeper und einmal fliegt das Leder nur knapp am langen Eck vorbei.
Fazit: Ein überlegen geführtes Spiel Dohrens und trotzdem lag man 2:0 hinten. Einmal mehr bewies man aber Kämpferqualitäten und rettete am Ende wenigstens einen Punkt.