Nachdem wir in der Vorwoche gut gestartet sind und mit dem 3:1 gegen Rosengarten II wichtige Punkte sammeln konnten, mussten wir diese Woche in Ramelsloh antreten. Das Hinspiel war bereits eine zähe Angelegenheit und Dank des Treffers von Thies kurz vor Schluss behielten wir die drei Punkte im Dohrener Waldstadion.
Bei ungemütlichen Wetter mit starkem Wind, krochen wir personell auf dem Zahnfleisch. Fred, Leo, Eicke, „Fleischer“ und der „Heidebock“ fehlten, Renne noch angeschlagen, aber immerhin mit auf der Bank. Unser Spiel war wie das Wetter besch…eiden, um es mal vorsichtig zu formulieren. Fast über die gesamte Spielzeit war unser Aufbauspiel stark fehlerbehaftet, Pässe über kürzeste Distanzen kamen nicht an, viele Ballannahmen versprangen und ermöglichten es Ramelsloh sofort in die Zweikämpfe zu kommen und viele Bälle im Mittelfeld zu erobern. Ganz oft kam es dadurch zu 1vs1-Situationen für unseren Defensivverbund und Tobi Stegmann musste als Libero mehr Löcher stopfen und zulaufen als ihm Recht sein durfte, Keeper Hille erwischte einen guten Tag und war bei allen gefährlichen Situationen in Durchgang eins hellwach. Ein von Tobi abgefälschter Ball, lenkte er gerade noch so am Tor vorbei und einmal blieb er im 1vs1-Sieger.
Wir hatten offensiv nur drei nennenswerte Szenen. Die erste hatte Thies, als der Keeper einen Flanke fallen ließ und Thies den Abpraller aus der Drehung heraus am linken Tor vorbeisetzte. Unsere zweite Chance hatte Kai als er eine weite Flanke am zweiten Pfosten bekam, alle Zeit der Welt hatte, aber ein wenig überhastet abschloß und ebenfalls das Tor verfehlte. Die wohl beste Chance hatte erneut Thies, nachdem Niki den Ball gut weiterleitete, er sich im Laufduell gegen die beiden Verteidiger durchsetzte und das Leder über den herausstürmenden Keeper lupfte. Leider aber auch über das Tor.
Hatten wir in Halbzeit eins bereits unsere Probleme, so wurde es in Durchgang zwei nicht besser…im Gegenteil. Ramelsloh fand von Minute zu Minute besser ins Spiel, während wir mehr und mehr mit unserem Spiel haderten. Ließ Ramelsloh nach einer Ecke noch die Führung leichtfertig liegen, als man freistehend den Ball zu Keeper Hillemann köpfte, so luden wir sie nur wenige Momente später erneut ein und diesmal nahm man das Geschenk an. Auf der Außenbahn in der Vorwärtsbewegung wurde der Ball verloren und sofort in die offene Mitte gespielt. Hille kam raus, räumte Stürmer und Tom weg und klärte den Ball, aber den Abpraller bekam ein weiterer Ramelsloher und netzte zur verdienten Führung ins leere Tor ein. Zu allem Überfluss verletzte sich Tom dabei auch noch und wurde von Heinzi ersetzt. Rapse wechselte sich kurz darauf für Niklas ein um nochmal Impulse nach vorne zu setzen. Das Spiel plätscherte vor sich hin, wir fanden irgendwie nicht das richtige Mittel um die Hausherren unter Druck zu setzen, Ramelsloh sollte Plätze zum kontern bekommen, ließ die Situationen aber teilweise fahrlässig liegen. Mit dem ersten vernünftigen Angriff in der zweiten Hälfte über Alex gelang es uns Torgefahr zu erzeugen. Alex wurde freigespielt, jagte die Außenbahn runter, zog in den 16er und legte für den Trainer auf, der aber aus wenigen Metern das leere Tor verfehlte. Gerüchten zufolge soll der Ball vorher nochmal aufgesprungen sein, Aufklärung nicht mehr möglich.
In der 90. Hätte Ramelslohs Außenstürmer den Sack zumachen müssen, als er in Robben-Manier von rechts reinzog und abzog. Hille war mit einer fantastischen Parade zur Stelle und hielt uns erneut im Spiel. Als man bereits auf den Schlusspfiff wartete, kamen wir doch noch zum völlig überraschenden Ausgleich: Thies wird im 16er abgeblockt, der Ball kommt zu Jan der aus dem Halbfeld die perfekte Flanke schlug und im Zentrum Tobi Stegmann fand, den die Ramelsloher völlig aus den Augen verloren hatten und freistehend aus wenigen Metern den Ball per Grätsche im Tor unterbrachte.
Fazit: Ein glücklicher Punktgewinn, der uns hoffentlich weiter Auftrieb gibt und gleichzeitig als Warnung gelten sollte. Kommende Woche im Spiel gegen den TuS Nenndorf wird die heutige Leistung nicht zu einem Punkt langen.