Spielbericht einen Tag verspätet, bin gestern nicht dazu gekommen was aufs Papier zu bringen.
Nach den letzten Niederlagen gegen Holvede und Neu Wulmstorf galt es nun für die Mannen um Trainer Rapregen den Bock umzustoßen und wieder in die Erfolgsspur zu finden. Auch wenn die Tabellensituation beider Teams den Gast als deutlichen Favoriten aufzeigte, war es ein schwieriges Unterfangen, da gleich zehn(!) Absagen auf Dohrener Seite zu verzeichnen waren.
Zu allem Überfluss vergas man auch noch die Auswärtstrikots, so dass die ebenfalls in grün spielenden Jesteburger ausweichen mussten auf rot-weiße Trikots, dafür von unserer Seite aus nochmal eine dicke Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.
Zurück zum Spiel: Es entwickelte sich von Anfang an eine umkämpfte Partie mit vielen Zweikämpfen, Dohrens Defensive stand im Gegensatz zur Vorwoche deutlich besser und Feldspieler Niklas Berge, der diesmal als Keeper aushelfen musste, wurde nur selten gefordert und lieferte eine starke Partie ab. Nach etwas mehr als 15 Minuten bekamen die Gäste dann mehr Zug in ihr Offensivspiel und erste Chancen stellten sich ein. Nach einem Eckball brachte Hassenpflug den zweiten Ball hoch in den Strafraum, wo Trainer Rapregen frei vorm Tor auftauchte und sein Volleyschuss knapp am langen Eck vorbeiflog. Bis zur Halbzeit versuchten sich noch Kleinknecht, Brunckhorst und Leesch per Kopfball in die Torschützenliste einzutragen, aber entweder wurde der Ball auf der Linie geklärt oder das Leder verfehlte um wenige Zentimeter das Ziel.
Trotz der vielen Ausfälle war es von Seiten der Gäste eine engagierte Leistung und nur das Ergebnis stimmte nicht mit dem Aufwand überein. Der zweite Halbzeit begann dann aber, wie so häufig mit einer kalten Dusche für den Aufsteiger, über die rechte Seite kam Jesteburg gleich mit dem bis in den Strafraum, zwei Dohrener Verteidiger knallten im Getümmel aneinander und blieben verletzt liegen, der Schiri machte keine Anzeichen die Partie zu unterbrechen und über Umwegen gelangte der Ball zum frisch eignewechselten Tarek Cattan, der freistehend aus acht Metern am chancenlosen Berge vorbeischob. Doppelt Bitter: Dohrens Verteidiger Zietz musste aufgrund des Zusammenpralls auch noch verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Jesteburg spielte das Ergebnis in die Hände und das Spiel wurde nun deutlich offener gestaltet, Dohren kam nicht mehr zu den Großchancen wie in Durchgang eins. Nach einem Abpraller vom ansonsten fehlerfreien Berge hatten die Hausherren das 2:0 auf dem Fuß, ließen diese Chance aber leichtfertig liegen. Der Ausgleich Dohrens fiel dann doch etwas überraschend: Standardsituation auf der linken Strafraumseite, Brunckhorst schlägt den Ball scharf Richtung zweiten Pfosten, wo Kleinknecht mit Kopf/Rücken in den Ball springt und ins Tor befördert.
Bis weit in die zweite Hälfte hinein, neutralisierten sich nun beide Parteien, erst zum Ende hin konnte Dohren das Tempo nochmal deutlich anziehen und hatte erneut durch Trainer Rapregen die Chance auf das 2:1. Nach einem schnellen Konter über Brunckhorst und Hassenpflug vorgetragen, verzog der Trainer am ersten Pfosten und jagte das Gerät neben das Gehäuse. In der Schlussminute wäre es nach einem Eckball fast Kleinknecht zum Matchwinner avanciert, doch sein Schuss wurde vom Keeper mit den Fingerspitzen gerade noch so abgewehrt, eher der Schiri das Spiel beendete.
Ein Remis, das aufgrund der Chancen in Durchgang eins eigentlich zu wenig für Dohren ist, aber aufgrund des personellen Aderlasses auch kein Beinbruch darstellt. Kommende Woche heißt es nun mit frischen Kräften nochmal alles abzurufen um die Punkte im heimischen Waldstadion zu behalten, während Jesteburg beim Herbstmeister Nenndorf antreten muss.